Druckschluss: 1. Mittwoch des Monats, 06.00 Uhr

Freizeit ohne Flimmer-Dinger

Text und Bild: Eing.

Die flimmerfreie Woche vom 10. bis 16. Juni 2019 findet erneut grossen Anklang. Gegen 5000 Kinder und Erwachsene lassen sich auf das spannende Experiment ein. Ein knallrotes Armband erinnert sie dabei an ihr Ziel: «Freizeit ohne Flimmer-Dinger». Gegenüber dem Vorjahr haben sich rund ein Drittel mehr Primarschulen für die Flimmerpause angemeldet.

Die Bildschirm-Medien prägen unseren Alltag sowohl als Werkzeuge für Planung und Kommunikation wie auch zur Unterhaltung. Genau bei dieser Routine setzt die Flimmerpause an. Während einer Woche steht die Freizeitgestaltung ohne die elektronischen Helferchen im Zentrum. Es werden Alternativen zu gamen, chatten oder youtuben ausprobiert. Zudem werden die Teilnehmenden angeregt, ihre eigene Mediennutzung zu hinterfragen. Genau darin sieht Brigitte Waldis-Kottmann, Projektleiterin bei Akzent Prävention und Suchttherapie Luzern, den Hauptaspekt des Projekts: «Alle, die sich auf das Experiment einlassen, lernen sich und das eigene Medienverhalten genauer kennen. Die Erfolge stärken das Selbstbewusstsein der Teilnehmenden und selbst die Misserfolge zeigen auf, wo Veränderungen beginnen können.»

Was passiert während Flimmerpause? Ideen gibt es viele: persönliche Flimmerpause-Ziele festlegen und Erlebnisse austauschen, einen Besuch in der Ludothek oder Bibliothek oder die Zusammenarbeit mit lokalen Vereinen oder Gruppen, Spielangebote anstatt Hausaufgaben. An verschiedene Schulen beteiligen sich die Elterngruppen an der Umsetzung, in dem sie für die Kinder verschiedene Spiel- und Freizeitangebote anbieten.