Druckschluss: 1. Mittwoch des Monats, 08.00 Uhr

zetzwil

Kennen Sie Patrizia Salm ... die Gemeindeschreiberin?

Text und Bild: Elsbeth Haefeli

Die Gemeinde Zetzwil hat die kurze Durststrecke überstanden und mit Frau Salm hat eine junge, sympathische und offene Frau die Stelle als Gemeindeschreiberin in unserer Kanzlei angetreten. Sie hat vor fünf Jahren die Ausbildung zur Gemeindeschreiberin an der Fachhochschule Nordwestschweiz mit Erfolg abgeschlossen und freut sich auf die neue Herausforderung in Zetzwil.

Frau Salm, wie sieht die Ausbildung zur Gemeindeschreiberin aus?
Zuerst hat man während einem Dreivierteljahr einen Grundkurs, bestehend aus verschiedenen Modulen, zu absolvieren und diese jeweils mittels Prüfung abzuschliessen. Erst nachdem sämtliche Prüfungen erfolgreich abgeschlossen wurden, wird man an die fachspezifische Gemeindeschreiberausbildung zugelassen. Diese dauert nochmals knapp ein Jahr und ist analog dem Grundkurs aufgebaut.

Wo liegen Ihre bisherigen Arbeitsstätten?
Ich habe die KV-Lehre bei der Gemeinde Villigen absolviert. Danach war ich während 11 Jahren als Polizistin bei der Kantonspolizei Aargau tätig. In der Folge wurde ich Gemeindeschreiberin in Tegerfelden. Hernach hatte ich zwei Arbeitsstellen in der Privatwirtschaft, bevor ich nun wieder zurück in meinen erlernten Beruf wechselte. Ich bin also noch eine dienstjunge Gemeindeschreiberin.

Was sind Ihre persönlichen Stärken hinsichtlich Ihres Berufes?
Ich würde mich als ausgeglichen, offen und positiv beschreiben und nehme jede Person, wie sie ist.

Welches sind die schwierigeren Herausforderungen bei Ihrer Arbeit?
Als junge Gemeindeschreiberin ist das noch etwas schwierig zu sagen. Da ich eine Weile weg von meinem ursprünglichen Beruf war, wird es eine grundsätzliche Herausforderung. Allerdings eine, auf die ich mich freue. Mich wieder mit allen Gesetzmässigkeiten vertraut zu machen, wird einer der grösseren Knackpunkte sein.

Was ist Ihnen wichtig im Umgang mit Menschen?
Dass ich unvoreingenommen auf die Menschen zugehe und sie neutral behandle, egal ob Gemeinderat oder Bürger. Das finde ich auch wirklich wichtig. Ich möchte alle gleich behandeln und nach diesen Richtlinien arbeiten.

Welches war Ihr erster Eindruck von Zetzwil?
Es ist ein herziges Dorf mit ländlichem Charakter. So wie dasjenige, in dem ich aufgewachsen bin und jenes, in dem ich heute wohne. Man kann sich hier daheim fühlen. Es gibt ein reges Vereinsleben und man grüsst sich noch. Das finde ich besonders schön. Ich freue mich auf Spaziergänge an den Wochenenden mit meinem Partner rund um die Gemeinde.

Was war Ihr persönliches Highlight der letzten Zeit?
Ich probiere jedes Ereignis als etwas Besonderes anzuschauen, egal ob es ein Essen mit Freunden oder ein Erlebnis in der Natur ist. Ich versuche von jedem Tag ein kleines Highlight mitzunehmen.

Was wollten Sie als Kind werden?
Eine ganz lange Zeit wollte ich Lehrerin werden. Während der Kantonsschule hatte ich aber die Nase voll vom vielen Lernen. Deshalb wurde dann nichts daraus.

Welches ist Ihre bisher wichtigste Lebenserfahrung?
Ich habe gelernt, dass Zeit, nebst der Gesundheit, unser kostbarstes Gut ist und wir uns dessen bewusst sein und sie geniessen sollten.

Gibt es etwas, das Sie immer wieder in Bann zieht?
Der ukrainische Balletttänzer Sergei Polunin. Er gilt nicht nur in Fachkreisen als Ausnahmekünstler und Jahrhunderttänzer und es ist wirklich gewaltig, was er auf der Bühne leistet. Das löst in mir Faszination und Bewunderung pur aus. Auch seine Lebensgeschichte hat mich bewegt, denn diese ist sehr traurig. Ich reiste kürzlich nach Prag, um ihn tanzen zu sehen. Was er auf der Bühne zeigte, ging unter die Haut.

Was wäre aus Ihrem Leben, nebst Beruf, Familie und Freunde, nicht wegzudenken?
Mein über alles geliebtes Pferd. Wir sind seit einundzwanzig Jahren ein unzertrennliches Team und haben viel zusammen erlebt. Wir kennen einander in- und auswendig und jeder weiss, wie der andere tickt. Was gibt es Schöneres?