lehrstellen

Unüberlegte Grünzone kostet Böju viel Geld und Flexibilität

Text: Eing.
Bild: Reto Fuchs

Beinwil hat im Tschuepli attraktives Bauland, welches nicht leichtfertig aufgegeben werden soll. Die Gemeinde kann auch massgeblich Einfluss auf eine allfällige Bebauung nehmen. Diese Flexibilität aktiv zu gestalten, sollte nicht für 15 Jahre und mehr blockiert werden.

An der Gemeindeversammlung Ende 2019 erteilten die Stimmberechtigten dem Gemeinderat den Auftrag für eine weniger dichte Überbauung des Tschuepli. Dies war in unserem Sinne; auch wir, die betroffenen Landbesitzer, wollen eine massvolle, durchgrünte Bebauung und nicht alles zubetonieren.

Im Auftrag des Gemeinderates wurden danach vier Änderungsvorschläge erarbeitet. Die von der Gemeindeversammlung gewünschte Landhauszone ist gemäss Kanton kaum genehmigungsfähig, jedoch gab es zwei weitere Alternativen, die ein weniger dichtes Bauen beinhalten oder nur einen Teil der Grünzone zuweisen.

Die Planungskommission sprach sich dafür aus, eine Kombination dieser beiden Varianten weiter zu verfolgen. Dies wurde vom Gemeinderat im Juni 2020 gutgeheissen. Diese Varianten entsprechen auch unserem Willen.

Der Gemeinderat kontaktierte anschliessend den Antragsteller für die Landhauszone. Er bevorzugte die Grünzone, schloss aber die beiden anderen (Bau) Varianten nicht aus. Die IG Tschuepli und einer der Landbesitzer sprachen sich, gemäss Gemeinderat, für die Grünzone aus. Wir, d.h. alle anderen Landbesitzer, wurden jedoch nicht kontaktiert. Auch unsere Grundstücke (und die der Gemeinde) sind in der Bewertungsliste aufgeführt, die für die über 100 unbebauten Grundstücke der Wohnzone W2b erstellt wurde; und sie wurden mit «nicht für Auszonung geeignet» bewertet.

Der Entscheid des Gemeinderates, Tschuepli der Grünzone zuzuweisen, erscheint uns vor diesem Hintergrund nicht sinnvoll und wirklich breit abgestützt.

Die Grünzone Tschuepli hat auch direkte finanzielle Konsequenzen für die Gemeinde – in zweierlei Hinsicht:

Da in der Grünzone nicht mehr gebaut werden darf, verliert das Land an Wert. Die Grünzone soll ja für längere Zeit bestehen bleiben, 15 oder eher 20 Jahre. Einerseits muss die Gemeinde dann die Bewertung ihrer eigenen Grundstücke berichtigen (= 4.5 Mio CHF abschreiben). Andererseits werden Entschädigungszahlungen von ca. 3 bis 5 Mio CHF an die betroffenen privaten Landbesitzer fällig.

Soll zu einem späteren Zeitpunkt doch gebaut (und wieder umgezont) werden, gewinnt das Land erneut an Wert, jedoch ist eine Mehrwertabgabe in der Höhe von 30% fällig. Das ist explizit im «Handbuch Mehrwertabgabe für die Gemeinden im Kanton Aargau» aufgeführt. Diese Abgabe müssten nicht nur die privaten Landbesitzer, sondern auch die Gemeinde zahlen.

Mit einer einfachen Anpassung des Gestaltungsplans wäre mit der bestehenden Zone W2b eine für alle tragfähige Lösung möglich. Bei einer weniger dichten Bebauung sind auch die Nachbarn wieder dabei und Themen wie Durchgrünung, Verkehr resp. Zu- und Ausfahrten können optimiert werden. Die Anpassung des Gestaltungsplans kann der Gemeinderat zudem ohne grosse Kostenfolge umsetzen, sofern die Gemeindeversammlung am 12.11.2021 die kostspielige Grünzone ablehnt.

MIT DER GRÜNZONE TSCHUEPLI VERBAUT SICH BÖJU EINE FLEXIBLE ZUKUNFT.

Lehnen Sie die Grünzone an der Gemeindeversammlung ab und bestimmen sie weiterhin über Tschueplis Zukunft mit.

Grundstückseigentümer Tschuepli
Erika Muri, Reinach, Mirjam Burkard-Muri und Melanie Germann-Muri
Ruedi und Brigitte Hintermann
Andy und Linda Studer, Beinwil am See

 

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.