lehrstellen

Gemeindenachrichten

Abstimmung vom 28. November 2021

An der letzten Volksabstimmung beteiligten sich in Beinwil am See insgesamt 1'765 von 2'383 Stimmberechtigten (74%). 78 Stimmberechtigte (4,4% der Stimmenden) gaben ihre Stimmzettel am Sonntagmorgen direkt an der Urne ab. Leider mussten vom Wahlbüro 30 briefliche Stimmabgaben (1,8%) für ungültig erklärt werden. Gründe dafür waren der nicht unterschriebene Stimmrechtsausweis, das falsche Verwenden des Stimmzettelkuverts und das Nichtbenützen des Zustell- und Antwortkuverts. Es wird deshalb darauf hingewiesen, die Anleitung für die stellvertretende und briefliche Stimmabgabe auf der Rückseite des Stimm-rechtsausweises unbedingt zu beachten.


Ablesung Strom- und Wasserzähler

Ab 10. Dezember 2021 werden die Strom- und Wasserzähler abgelesen. Die Hauseigentümer werden gebeten, den Zählerablesern Franz Estermann, Mario Gobbi und Urs Wälti den ungehinderten Zugang zu den Zählern zu gewähren.
Um- oder Wegzüge bitte mindestens 5 Arbeitstage im Voraus an die Abteilung Finanzen melden (Tel. 062 765 60 20 oder E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).


Brille nach der Gemeindeversammlung gefunden

Nach der Gemeindeversammlung vom 12. November 2021 wurde im Zelt eine Brille gefunden. Das Gestell ist dunkelgrau mit der Aufschrift «DbyD». Die Brille kann bei der Gemeindekanzlei abgeholt werden.


SBB-Tageskarten: Angebot wird ab 2022 eingestellt

Nach Ausbruch der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 sank die Auslastung der SBB-Tageskarten stark, weshalb ab 2021 nur noch eine Karte pro Tag angeboten wurde. Aufgrund der gesunkenen Nachfrage von Einwohnerinnen und Einwohnern war der Verkauf schon länger nicht mehr kostendeckend. Die SBB haben angekündigt, das Angebot «Tageskarte Gemeinde» per Ende 2023 ganz einzustellen. Deshalb hat der Gemeinderat entschieden, bereits ab 2022 keine Tageskarten mehr anzubieten.


Baubewilligungen

Der Gemeinderat hat folgende Baubewilligungen erteilt:

  • Hunn Christoph und Ginia, Nägelistrasse 10, 5712 Beinwil am See, für Verlängerung Terrassendach, Gebäude Nr. 616, Parzelle Nr. 927
  • Williner Hans und Karin, Weingartstrasse 32, 5712 Beinwil am See, für Gartengerätehaus, Parzelle Nr. 1914

Gemeindeversammlung

Die Einwohnergemeindeversammlung findet am Freitag, 12. November 2021, 19.30 Uhr, im Festzelt beim Kindergarten Homberg statt. Die Durchführung erfolgt mit einem Schutzkonzept. Die Stimmberechtigten werden gebeten, die Kontaktnummer bereits zu Hause auf dem Stimmrechtsauweis einzutragen und frühzeitig beim Versammlungslokal einzutreffen. Es gilt eine allgemeine Maskenpflicht. Nur bei der Abgabe von Voten vor dem Mikrofon darf die Maske abgenommen werden. Die Teilnehmenden werden ersucht, konsequent Abstand zu halten, die Anreise in grösseren Gruppen zu unterlassen und bei Krankheitszeichen zu Hause zu bleiben. Nach der Versammlung findet kein Apéro statt. Auch nicht stimmberechtigte Personen dürfen an der Gemeindeversammlung teilnehmen.

Die Ortsbürgergemeindeversammlung findet am 29. November 2021, 19.30 Uhr, im Löwensaal statt.


Kehrichtentsorgung

Am 1. April 2021 wurden für die Kehrichtentsorgung gebührenpflichtige Abfallsäcke anstelle von Gebührenmarken eingeführt. Gleichzeitig wurde die Containerpflicht für alle Haushaltungen eingeführt, was von der Bevölkerung mehrheitlich gut umgesetzt wird. Haushalte, die bis jetzt noch keinen Container für die Entsorgung der Abfallsäcke benützen, werden aufgefordert, dieser Containerpflicht umgehend nachzukommen. Ab 1. Januar 2022 werden Kehrichtsäcke, die nicht ordnungsgemäss in einem Container bereitgestellt werden, nicht mehr von der Kehrichtabfuhr mitgenommen und stehen gelassen. Fehlbare werden ausfindig gemacht und gebüsst.
Da einige Einwohnerinnen und Einwohner immer noch über alte Kehrichtgebührenmarken verfügen, wird die vom Gemeinderat bis Ende 2021 angesetzte Frist für das Aufbrauchen von alten Gebührenmarken bis 30. Juni 2022 verlängert.

Nutzungsplanung Siedlung und Kulturland; Stellungnahme des Gemeinderats zur Berichterstattung in den Medien und zu verschiedenen Leserbriefen


Ein wichtiges Traktandum der bevorstehenden Gemeindeversammlung vom 12. November 2021 ist die Nutzungsplanung. Sie regelt das Was, Wo und Wie der Bautätigkeit auf dem Gemeindegebiet. Etwa alle 15 Jahre ist sie zu überarbeiten. Im Dezember 2019 legte der Gemeinderat eine erste Fassung vor, welche von den Stimmberechtigten teilweise zurückgewiesen wurde. Wesentliche Forderungen waren:

  • Prüfen der unbebauten Parzellen der Wohnzone W2b, ohne «Tschuepli», auf Auszonungen;
  • Schaffen einer Landhauszone «Tschuepli» mit einer maximalen Ausnützungsziffer (AZ) von 0.35.

Etwa 2/3 unseres Gemeindegebiets von total 382 ha ist Kulturland (Landwirtschaft, Wald etc.) und etwa 1/3 ist Siedlungsgebiet (Wohnen, Gewerbe, Verkehr, Freizeit etc.). Zu prüfen waren rund 100 Parzellen in der Wohnzone W2b, die etwa 11.1 ha umfasst. Zur Sicherung einer neutralen und systematischen Bewertung liess der Gemeinderat die betroffenen Parzellen durch einen Dritten nach ortsplanerischen Kriterien, die mit den Umweltverbänden abgestimmt waren, bewerten und eine Rangreihe erstellen. In einer zweiten Runde wurde das erste Drittel der Rangliste durch eine Delegation der Planungskommission vertieft geprüft und teilweise zur Auszonung vorgeschlagen. Die unbebaute W2b-Fläche würde damit um 3.2 ha verkleinert und noch 7.9 ha umfassen. Der Grünzone würden 2.6 ha zugewiesen, der Campingzone 0.2 ha und der Landwirtschaftszone 0.4 ha.

Bezüglich «Tschuepli» haben Abklärungen beim Kanton (der Regierungsrat ist Genehmigungsbehörde) ergeben, dass eine Landhauszone im «Tschuepli» kaum genehmigungsfähig ist. Sie widerspricht den Zielen des Raumplanungsgesetzes. Da sich die verschiedenen Interessengruppen (Landeigentümer, IG Tschuepli, weitere Anstösser) nicht auf eine Kompromisslösung einigen konnten, weist der Gemeinderat das Gebiet der Grünzone zu.

Was bedeutet die Zuweisung zu einer Landwirtschaftszone, zur Grünzone oder zur Campingzone? In allen drei Zonen darf nicht gebaut werden. Die Zuweisung zur Landwirtschaftszone verkleinert jedoch unser Siedlungsgebiet. Die Fläche geht in einen regionalen Topf, wo sie bei Bedarf von anderen Gemeinden zur Erweiterung ihres Siedlungsgebietes beansprucht werden kann. Für die Gemeinde Beinwil am See dürfte sie definitiv verloren sein. Bei Zuweisung zur Grün- oder Campingzone bleibt die Fläche unser Siedlungsgebiet, und bei einer nächsten Revision der Nutzungsplanung, also frühestens in 15 Jahren, kann die Gemeindeversammlung erneut entscheiden.

Auszonungen führen zu einem Wertverlust. Ob und in welchem Umfang dieser Wertverlust durch die Gemeinde zu entschädigen ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab: Baureife der Parzelle, Vorleistungen des Eigentümers etc. Entscheiden werden die Gerichte, das Risiko trägt aber der Steuerzahler.

Das Raumplanungsgesetz sieht vor, Baulandreserven für voraussichtlich 15 Jahre zu halten. Die überarbeitete Nutzungsplanung weist eine Baulandreserve für etwa 18 Jahre aus. Wir liegen im Bereich der planerischen Unschärfe also nur leicht über dieser Vorgabe. Der Gemeinderat ist überzeugt, eine gute Vorlage zu präsentieren. Dies bestätigt auch der Kanton, der die Vorlage ohne Vorbehalte definitiv vorgeprüft hat. Die Vorlage ist ein Kompromiss zwischen den Maximalforderungen und Eigeninteressen des Landschaftsschutzes, der Interessengemeinschaften (IG Tschuepli, IG Böju) und der Landeigentümer. Die Anliegen des Landschaftsschutzes (Durchgrünung des Gemeindegebiets) werden durch die Um- und Auszonungen (etwa 30% der unbebauten W2b-Zone) und die Vorschriften in der bereits genehmigten Bau- und Nutzungsordnung aufgenommen. Eine vernünftige weitere Entwicklung unseres Wohnortes wird sichergestellt und die finanziellen Risiken der Gemeinde (Kosten für Gerichtsverfahren und mögliche Entschädigungen) halten sich in einem überschaubaren Rahmen.

Gemeinderat Beinwil am See


Öffnungszeiten Gemeindeverwaltung

Die Gemeindeverwaltung ist corona-bedingt bis auf Weiteres nur am Vormittag von 08.00 Uhr bis 11.30 Uhr geöffnet und am Nachmittag geschlossen. Termine ausserhalb dieser Zeiten (z.B. auch über Mittag und am frühen Abend) sind aber nach telefonischer Vereinbarung möglich, meistens auch kurzfristig. Die Bevölkerung wird gebeten, das Gemeindehaus weiterhin nur in zwingenden Fällen zu besuchen, Auskünfte telefonisch oder per Email einzuholen und die Online-Angebote zu nutzen. In den öffentlich zugänglichen Bereichen des Gemeindehauses/Alten Schulhauses besteht eine generelle Maskentragepflicht.


Asylsuchende in der Gemeinde

Seit September 2014 betreibt der Kantonale Sozialdienst im ehemaligen Bürgerheim eine Unterkunft für Asylsuchende. Gemäss Mitteilung des Kantonalen Sozialdienstes sind per 1. Oktober 2021 23 Personen aus folgenden Nationen in der kantonalen Asylunterkunft untergebracht: Afghanistan (7), Eritrea (4), Mongolei (4), Irak (2), Iran (2), Kolumbien (2), Sri Lanka (2), Türkei (2), Ukraine (2). In privaten Unterkünften wohnen Personen aus Syrien (3), aus dem Irak (1) und aus Afghanistan (1).


Regionalpolizei aargauSüd

Die Regionalpolizei aargauSüd hat im 3. Quartal 2021 in Beinwil am See 6 Geschwindigkeitskontrollen, davon 2 in der Tempo 30-Zone, durchgeführt. Die durchschnittliche Übertretungsquote lag bei 10%. Die höchsten Geschwindigkeiten wurden mit 72 km/h auf der Luzernerstrasse und in der Tempo 30-Zone mit 46 km/h auf der Seestrasse gemessen. Insgesamt musste die Regionalpolizei 30 Mal während der Arbeitszeit und zweimal ausserhalb der Arbeitszeit ausrücken. Im vergangenen Quartal leistete die Regionalpolizei für Beinwil am See 351 Stunden.


Baubewilligungen

Der Gemeinderat hat folgende Baubewilligungen erteilt:

  • Tierarztpraxis Rupphübel, Hauri Simon, Feldstrasse 32, 5712 Beinwil am See, für erdver-legten Regenwassertank, Parzelle Nr. 2289
  • Gentile Sebastiano und Pilar, Müseigenstrasse 4b, 5712 Beinwil am See, für einseitige Terrassenverglasung, Gebäude Nr. 1735, Parzelle Nr. 1708

 

Aus dem Gemeinderat

Geschätzte Leserin, geschätzter Leser, liebe Böjuer,

Schon wieder stehen die Einwohner- und Ortsbürger-Gemeindeversammlungen an. Von den acht Traktanden der Einwohnergemeinde sind deren zwei wegweisend für die zukünftige Entwicklung der Gemeinde: Der Baurechtsvertrag mit der Stiftung Seven Seas Art Foundation und die Nutzungsplanung. Zum Baurecht: Die Gemeinde räumt der Stiftung das Recht ein, auf dem Land oberhalb der Gewerbe-zone einen öffentlich zugänglichen Museumsbau zu errichten. Eigentümerin des rund 1’500 m2 grossen Areals bleibt die Gemeinde. Nach 99 Jahren erlischt das Baurecht und das Gebäude fällt an die Gemeinde, ausser der Vertrag wird verlängert. Die Details sind im Baurechtsvertrag geregelt, welcher während der Aktenauflage eingesehen werden kann.
Zur Nutzungsplanung: Sie regelt das WAS, WO und WIE der Bautätigkeit auf dem Gemeindegebiet. Alle etwa 15 Jahre ist die Planung zu überarbeiten. Im Dezember 2019 legten wir der Gemeinde-versammlung eine überarbeitete Vorlage vor, welche teilweise zurückgewiesen wurde. Wesentliche Forderungen waren:

  • Prüfen der unbebauten Parzellen der Wohnzone W2b, ausser dem Tschuepli, auf Auszonungen,
  • Schaffen einer Landhauszone Tschuepli mit einer maximalen Ausnützungsziffer von 0,35.


Etwa ⅔ unseres Gemeindegebietes von total 382ha sind Kulturland (Landwirtschaft, Wald etc.), ⅓ Siedlungsgebiet (Wohnen, Gewerbe, Verkehr, Freizeit etc.). Zu prüfen waren rund 100 Parzellen, etwa 11,1 ha. Zur Sicherung einer neutralen und systematischen Bewertung liessen wir die betroffenen Parzellen durch einen Dritten nach ortsplanerischen Kriterien, welche mit den Umweltverbänden abgestimmt wurden, bewerten und eine Rangreihe erstellen. In einer zweiten Runde wurde das erste Drittel der Rangliste durch eine Delegation der Planungskommission vertieft geprüft und zum Teil zur Auszonung vorgeschlagen. Die unbebaute W2b Fläche würde damit um 3,2 ha verkleinert und umfasste noch 7,9 ha. Der Grünzone würden 2,6 ha zugewiesen, der Campingzone 0,2 ha und der Landwirtschaftszone 0,4 ha.
Zum Tschuepli: Abklärungen beim Kanton – der Regierungsrat ist die abschliessende Genehmigungs-behörde – haben ergeben, dass eine Landhauszone im Tschuepli kaum genehmigungsfähig ist. Sie widerspricht den Zielen des Raumplanungsgesetzes. Da sich die verschiedenen Interessengruppen – IG, Landeigentümer, weitere Anstösser – nicht auf eine Kompromisslösung einigen konnten, weist der Gemeinderat das Gebiet der Grünzone zu.
Was bedeutet die Zuweisung zu einer der drei erwähnten Zonen? In allen dreien darf nicht gebaut werden, aber die Zuweisung zur Landwirtschaftszone verkleinert unser Siedlungsgebiet. Die Fläche geht in einen regionalen Topf, wo sie bei Bedarf von anderen Gemeinden zur Erweiterung ihres Siedlungsgebietes beansprucht werden kann. Für uns dürfte sie definitiv verloren sein. Bei Zuweisung zur Grün- oder Campingzone bleibt die Fläche unser Siedlungsgebiet, bei einer nächsten Revision der Nutzungsplanung, also frühestens in 15 Jahren, kann die Gemeindeversammlung erneut entscheiden. Auszonungen führen zu einem Wertverlust. Ob und in welchem Umfang dieser durch die Gemeinde zu entschädigen ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab – Baureife der Parzelle, Vorleistungen des Eigentümers etc. Entscheiden werden die Gerichte, das Risiko trägt der Steuerzahler.
Das Raumplanungsgesetz sieht vor, Baulandreserve für voraussichtlich 15 Jahre zu halten. Die über-arbeitete Nutzungsplanung weist eine Baulandreserve für etwa 18 Jahre aus. Wir liegen also nur leicht über der Vorgabe, im Bereich der planerischen Unschärfe. Der Gemeinderat ist überzeugt, eine gute Vorlage zu präsentieren. Dies bestätigt auch der Kanton, er hat sie ohne Vorbehalte definitiv vorgeprüft. Die Vorlage stellt einen Kompromiss dar zwischen den Maximalforderungen und Eigen-interessen der Landschaftsschützer, der IGs und der Landeigentümer. Die Anliegen des Landschafts-schutzes – Durchgrünung des Gemeindegebietes – werden durch die Auszonungen (etwa 30 % der unbebauten W2B Zone) und die Vorschriften in der bereits genehmigten BNO aufgenommen. Eine vernünftige weitere Entwicklung unseres Wohnortes wird sichergestellt und die finanziellen Risiken der Gemeinde – Kosten für Gerichtsverfahren und mögliche Entschädigungen – halten sich in einem überschaubaren Rahmen.

Peter Lenzin
Gemeindeammann

Einladung zur Informationsveranstaltung Nutzungsplanung Siedlung und Kulturland (BNO)

Mittwoch, 3. November 2021, 19.30 Uhr, Löwensaal
Donnerstag, 4. November 2021, 19.30 Uhr, Löwensaal
Der Gemeinderat informiert im Vorfeld zur Gemeindeversammlung vom 12. November 2021 über das Traktandum zur Nutzungsplanung Siedlung und Kulturland, Behandlung Rückweisungsanträge, und beantwortet gerne Fragen.


Pilzkontrolle

Die Pilzkontrolle für unsere Gemeinde wird gegen telefonische Voranmeldung kostenlos durch Harald Sigel (Tel. 079 610 81 18) und Daniela Marzohl Sigel (Tel. 079 232 83 50), Schorenstrasse 22, 5734 Reinach, durchgeführt. Es wird den Pilzsammlern empfohlen, dieses Angebot zu nutzen um zu verhindern, dass ungeniessbare oder gar giftige Pilze konsumiert werden.


Baubewilligungen

Der Gemeinderat hat folgende Baubewilligungen erteilt:

  • Stiftung Pro Artenvielfalt, Malzgasse 5, 4052 Basel; für Umbau/Umnutzung Trafoturm in Artenschutzturm für diverse Vogel- und Fledermausarten, Gebäude Nr. 528, Parzelle Nr. 815
  • Hofer-Eichenberger Katharina, Talrain 6, 5037 Muhen; für Sanierung Zugangssteg, Boots- und Badehaus Nr. 446, Parzelle Nr. 1482 (Seeparzelle)

Aus dem Gemeinderat

Liebe Böjuerinnen, liebe Böjuer

Bereits ist wieder Oktober, der Sommer ging viel zu schnell vorbei und der Herbst hat Einzug gehalten. Das Wahlwochenende ist vorbei und ab Januar 2022 wird sich der Gemeinderat in neuer Zusammensetzung für das Wohl von Böju einsetzen. An dieser Stelle danke ich allen, die uns das Vertrauen entgegenbringen. Als Ressortvorsteherin Soziales bin ich auch im neuen Jahr für die Bildung zuständig.

Dieses Jahr ist geprägt durch die neue Organisation der Schulführung. Der Schulleiter ist bereits heute Teil der Verwaltung, indem er an den Sitzungen der Abteilungsleiter*innen teilnimmt und so direkt mit allen Beteiligten in Kontakt treten kann. Dieser direkte Weg kann bei Bedarf zu schnelleren Lösungen führen. Der Gemeinderat hat ein neues Delegationenreglement erstellt, worin klar geregelt wird, wer für welche Aufgaben zuständig ist. Weiter wurden in das bestehende Kompetenzreglement der Verwaltung und den Gemeinderäten die Kompetenzen des Schulleiters mit eingebunden.

Mit der neuen Schulführung müssen alle Aufgaben der Schulpflege neu verteilt werden. Der Schulleiter wird in verschiedenen Bereichen mehr Kompetenzen erhalten. Administrative Arbeiten, die bis anhin durch die Schulpflege erledigt wurden, werden neu durch das Schulsekretariat ausgeführt. Für diese zusätzlichen Aufgaben ist es wichtig, dass die Mitarbeitende genügend Ressourcen erhält und sich die fachlichen Kompetenzen erarbeitet.

Als Ressortvorsteherin werde ich in Zusammenarbeit mit dem Schulleiter, unter anderem bei schwierigen Entscheidungen die besten Lösungen suchen und generell für personelle Anliegen zuständig sein. Der Gemeinderat ist Anstellungsbehörde und somit auch Vorgesetzter der Schulleitung. Weiter wird die strategische Weiterentwicklung ein wichtiger Teil der Arbeit sein und nicht zuletzt müssen wir unserem Bevölkerungswachstum Rechnung tragen und die dafür nötige Infrastruktur bereitstellen. Die Arbeit der Schulpflege zum Wohl der Kinder, Lehrpersonen und Schulleiter beinhaltet viele Aufgaben. Für diese erbrachten Leistungen bedanke ich mich bereits heute und ich bin froh, dass ich auf das Wissen und die Erfahrung der Schulpfleger*innen zurückgreifen kann, wenn es nötig ist.

Im Jahr 2021 sind wir nicht nur mit der Planung der neuen Schulführung beschäftigt. Wir planen auch ein Jugend- und Dorffest, welches wir in weiser Voraussicht auf nächstes Jahr verschoben haben. Wir freuen uns darauf, wieder einmal unbeschwert zu feiern, zusammenzusitzen und hoffentlich nicht mehr nur über die Pandemie zu palavern. Bis das Fest jedoch stattfinden kann, braucht es noch einiges an Organisation und Mitstreiter*innen. Die Messlatte, nach dem erfolgreichen Häsigassfest ist hoch und wir hoffen daran anknüpfen zu können.

Und zum Schluss noch dies: Bleiben Sie gesund und geniessen Sie eine goldige Herbstzeit.

Jacqueline Widmer, Gemeinderätin

Beschluss der Abgeordnetenversammlung vom 26. August 2021 Gemeindeverband Sozialdienst des Bezirks Kulm

Es wurden sämtliche Anträge (Protokoll, Rechnung 2020, Revisionsbericht, Budget 2022) an der Abgeordnetenversammlung vom 26. August 2021 genehmigt. Der Vorstand und die Stellenleitung danken den Delegierten der Verbandsgemeinden für das entgegengebrachte Vertrauen und die gute Zusammenarbeit.


Pilzkontrolle

Die Pilzkontrolle für unsere Gemeinde wird gegen telefonische Voranmeldung kostenlos durch Harald Sigel (079 610 81 18) und Daniela Marzohl Sigel (079 232 83 50), Schorenstrasse 22, 5734 Reinach, durchgeführt. Es wird den Pilzsammlern empfohlen, dieses Angebot zu nutzen um zu verhindern, dass ungeniessbare oder gar giftige Pilze konsumiert werden.


Gemeindeversammlung vom 12. November 2021

Für die nächste Gemeindeversammlung vom 12. November 2021 sind bis jetzt folgende Traktanden vorgesehen:

  1. Protokoll Einwohnergemeindeversammlung vom 11. Juni 2021
  2. Einbürgerungsgesuche
  3. Verpflichtungskredit von brutto CHF 1'660'000 für den Totalausbau der Rankstrasse (2. Etappe)
  4. Aufhebung des Reglements über die Abgabe elektrischer Energie (Elektroreglement) vom 7. Juni 2005
  5. Budget 2022 mit einem Steuerfuss von 102 %
  6. Stiftung «Seven Seas Art Foundation»; Abschluss eines Baurechtsvertrags für den Bau eines Kunstmuseums auf Parz. 80 (Widenmatt)
  7. Nutzungsplanung Siedlung und Kulturland; Behandlung der Rückweisungsanträge der Gemeindeversammlung vom 9. Dezember 2019

Baubewilligungen

Der Gemeinderat hat folgende Baubewilligungen erteilt:

  • André Suter GmbH, Aarauerstrasse 6, 5712 Beinwil am See; für Umnutzung Büroräume in Wohnung, Gebäude Nr. 379, Parzelle Nr. 1754
  • Zihlmann André und Mirjam, Gässli 14, 5712 Beinwil am See; für Ersatz bestehende Hecke durch erweiterte Natursteinmauer, Parzelle Nr. 976
  • Ziltener Gregor und Silvia, Brunnacker 3, 5712 Beinwil am See; für Rückbau und Ersatz Ölheizung durch Luft/Wasser-Wärmepumpe mit Aussenaufstellung, Gebäude Nr. 1285, Parzelle Nr. 2484
  • Stiftung Dankensberg, Dankensbergstrasse 12, 5712 Beinwil am See; für Teerung Vorplatz, Zaugstrasse 10, Parzelle Nr. 2467
  • Henzmann Jennifer, Hallwilstrasse 14, 5712 Beinwil am See; für Stützmauern mit Sichtschutzwänden und Abstellplatz, Parzelle Nr. 1066
  • Gruner Heiko und Margaretha, Kehlenstrasse 29, 5712 Beinwil am See; für Rückbau und Ersatz Ölheizung durch Luft/Wasser-Wärmepumpe mit Aussenaufstellung, Gebäude Nr. 1014, Parzelle Nr. 2343
  • Haller Beat und Brunner Jacqueline, Seestrasse 51, 5712 Beinwil am See; für Umbau Dachgeschoss (ehemaliges Zahnlabor) in Wohnung, Neubau Parkplatz, Gebäude Nr. 25, Parzelle Nr. 393

Aus dem Gemeinderat

Geschätzte Leserin, geschätzter Leser, liebe Böjuer

Nach den verregneten Schulferien und der «halb trockenen» Bundesfeier sind wir zum trockenen Alltag zurückgekehrt – trocken leider nur im übertragenen Sinn. Der Gemeinderat ist am Budgetieren – erstmals ohne Budget des Eigenwirtschaftsbetrieb Elektroverteilung, er geht bekanntlich per Ende 2021 an die ews über – sowie an der Vorbereitung der Winter-Gemeindeversammlung. Hauptthemen dürften neben dem Budget die zweite Auflage der Nutzungsplanung und der Baurechtsvertrag für das Museumsprojekt mit der Stiftung Seven Seas Art Foundation (SSAF) sein.

Nachdem wir das Projekt öffentlich gemacht haben, gab es zahlreiche Kommentare von ablehnend bis euphorisch. Worum geht es beim Projekt? Urs Buchmann, Geschäftsmann und Kunstsammler mit Wohnsitzen in Hongkong und seit etwa 10 Jahren in Böju, lebt und arbeitet seit rund 30 Jahren in Asien. Während dieser Zeit baute er eine grössere Kunstsammlung auf, vor allem asiatische Gegenwartskunst, ergänzt durch rumänische und osteuropäische Objekte. Dazu kommen Orientteppiche, Porzellane asiatischer und europäischer Manufakturen sowie Möbel, insbesondere aus England, Frankreich und der Schweiz. Die Kunstsammlung dürfte in der Schweiz einmalig sein.

Da Herr und Frau Buchmann keine direkten Nachkommen haben, planen sie die Sammlung in eine Stiftung zu überführen und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Dafür soll ein Museumsbau errichtet werden den sie, zusammen mit anderen Sponsoren, privat finanzieren. Da sich die Buchmanns bei uns wohl fühlen und die Lage unserer Gemeinde zwischen Homberg und See sehr schätzen, traten sie vor einigen Jahren an den Gemeinderat heran mit der Frage, ob wir an ihrem Museumsprojekt Interesse hätten. In intensiven Gesprächen mit dem Stifter erarbeiteten wir ein Partizipationskonzept: Die Gemeinde stellt der Stiftung das benötigte Land im Baurecht zu Verfügung. Es wird der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, dafür übernimmt die Gemeinde den «Gartenunterhalt». Die Stiftung erstellt darauf den Museumsbau und betreibt das Museum. Der Baurechtsvertrag benötigt die Zustimmung der Gemeindeversammlung, ebenso die Umzonung des Areals – letzteres im Rahmen der Revision der Nutzungsplanung.

Was die Qualität der Sammlung angeht – ich bin kein Kunstexperte – stütze mich auf die Bewertungen der Fachstellen, unter anderem derjenigen des Kantons, welche die Sammlung durchwegs positiv beurteilen. Gleich sehen das auch die bereits zahlreichen Sponsoren, vor allem bedeutende Schweizer Unternehmen, teilweise mit regionalem Bezug, welche mit ihren Zusagen die Finanzkraft der Stiftung weiter stärken. Der Betrieb des Museums wird durch verschiedene Einnahmen – Mieteinnahmen der Dienstwohnung, Eintritte, Gönner- und Förderbeiträge – sowie durch einen jährlichen Beitrag des Stifters sichergestellt.  Nach dem Ableben es Stifters und dessen Familie werden der Stiftung weitere Vermögenswerte in Form von Liegenschaften in der Schweiz, unter anderem bei uns, und Wertschriften übereignet. Dank der soliden Finanzierung ist die Stiftung in der Lage, ihre Aktivitäten langfristig zu betreiben und sukzessive auszubauen.

Was bringt das Museum der Gemeinde? Es wird kaum zusätzliche Steuereinnahmen generieren oder neue Arbeitsplätze schaffen, aber es erhöht die Standortattraktivität, was nicht zuletzt dem Tourismus zugutekommt – vor allem im Winterhalbjahr. Und als eine im interkulturellen Bereich angesiedelte Institution kann das Museum den lokalen Kunstschaffenden eine Plattform für ihre Werke bieten. Das Museumsgebäude, ein markanter Bau, verfügt über einen attraktiven Mehrzweckraum mit Cafeteria und Terrasse, welcher auch von Vereinen und Privaten genutzt werden kann.

Ich sehe das Museumsprojekt als Chance für Böju. Wir erhalten einen aussergewöhnlichen Kulturbetrieb, welcher die Attraktivität unserer Gemeinde als Wohnort und Tourismusdestination steigert. Richtig genutzt, belebt das Museum die wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und künstlerischen Aktivitäten im Dorf. Und, nicht ganz unwichtig, die Gemeinde geht, ausser der erwähnten Abtretung des Baulandes im Baurecht, keine Verpflichtungen gegenüber dem Stifter und der Stiftung ein, weder in der Bauphase noch im Betrieb. Ich hoffe, dass wir weitsichtig genug sind um die gebotene Chance zu nutzen.

Peter Lenzin, Gemeindeammann

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.