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Gemeindenachrichten

Aus dem Gemeinderat

Grüezi Böju

Vorab, liebe Leserin, lieber Leser, wünsche ich ihnen ein gutes neues Jahr, mit Erfolg, Zufriedenheit und guter Gesundheit.

Im vergangenen Jahr endete im Aargau die Amtszeit der Gemeindebehörden. Was normalerweise «zum Tagesgeschäft» gehört, war letztes Jahr mit einer Zäsur verbunden. Die Volksschulen werden ab diesem Jahr vollständig durch die Schulleitungen und die Gemeinderäte geführt und die Schulpflegen abgeschafft. Damit verschwindet eine traditionelle Institution, die unsere Volksschulen wahrscheinlich seit ihrem Entstehen geprägt hat. Veränderungen lösen verständlicherweise Emotionen aus, trotzdem ist es die richtige Weichenstellung.

Auch in der Gemeinde standen Weichenstellungen an. Die Sommer-Gmeind befasste sich mit der Zukunft unserer Elektrizitätsversorgung. Mehr als einhundert Jahre belieferte unsere EV die Gemeinde mit elektrischer Energie. Doch der Strommarkt verändert sich und die Anforderungen an die einzelnen Player steigen. Der Gemeinderat kam zum Schluss, dass unsere EV zu klein ist und zu wenig professionell betrieben wird, um eigenständig zu bleiben. Mit dem nun gewählten Anschluss an die ews Energie AG ist die Zukunft gesichert und die Gemeinde wird neu Teilhaber an einer regionalen Versorgung. Auch die Revision der Nutzungsplanung löste Emotionen aus. An der denkwürdigen Winter-Gmeind wurde sie genehmigt mit einer Änderung gegenüber der gemeinderätlichen Vorlage.  Nachdem das Referendum nicht ergriffen wurde, ist sie nun «in trockenen Tüchern» und gibt den Landeigentümern sowie den Bauherren die nötige Planungssicherheit für die weitere Entwicklung unserer Gemeinde. Die eine Änderung hat weitreichende Folgen, das geplante Museumsprojekt ist damit endgültig vom Tisch. Aus meiner Sicht eine verpasste Chance.      

Was wäre ein Rückblick auf das vergangene Jahr ohne die Erwähnung von Corona? Auch letztes Jahr war immer noch geprägt von der Krise. Es bescherte uns ein Wechselbad der Gefühle, von der Impf-Euphorie bis zur Omikron-Panik. Dazwischen lag die Kakophonie der kantonalen Stellungnahmen und Massnahmen sowie die lautstarken Proteste der Massnahmengegner und die Hiobsbotschaften der Überängstlichen. Erfreulicherweise liessen sich die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger nicht verwirren und stimmten zweimal für das Covid-Gesetz. Trotz aktuell hohen Fallzahlen haben wir die Krise bisher gut überstanden. Das Gesundheitssystem ist nicht kollabiert und die Öffentlichen Dienste erbrachten stets ihren Service; auch die Wirtschaft befindet sich in guter Form, auch wenn gewisse Branchen leiden. Das Schweizer Krisenmanagement ist erfolgreich, akzeptieren wir die Einschränkungen als notwendig, bleiben wir vorsichtig, aber nicht ängstlich, begegnen wir der Krise mit Augenmass und blicken wir mit Optimismus in die Zukunft.       

Mit Optimismus blicken wir auch auf die Tage vom 17. bis 19. Juni 2022. Wir, ein OK aus engagierten Bürgern, Vertretern der Schule und des Gemeinderates, planen das verschobene Jugend- und Dorffest an diesen Tagen durchzuführen. Es steht unter dem Motto Zirkus und findet rund um die Schulanlage Steineggli statt. Mit von der Partie sind die Schule mit Aufführungen zum Thema Zirkus sowie erfreulicherweise diverse Vereine mit leckeren kulinarischen Angeboten. Auch einige Attraktionen werden eben so wenig fehlen wie ein Barbetrieb. Am Vorabend des Festes findet – gutes Wetter vorausgesetzt – eine Open-Air-Gemeindeversammlung statt. Am Samstag führt der traditionelle Umzug vom Steineggli via Seestrasse, Gemeindehaus zurück zum Steineggli und am Sonntag feiern wir einen ökumenischen Gottesdienst. Selbstverständlich beobachten wir die Corona-Situation aufmerksam und werden bei zu grossem Risiko die Reissleine ziehen. Reservieren Sie sich den Termin vorsorglich, wir glauben an die Durchführung und freuen uns auf drei unbeschwerte Tage.   

Peter Lenzin
Gemeindeammann

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