lehrstellen

Sagen aus Beinwil am See

Wingart zu Beinwil

In der Gemeinde Beinwil am Hallwilersee trägt ein grosses Feld am Berghange den Namen Wingart, Weingarten. Eine uralte Kapelle mit schöngebauten Fenstern und Glasgemälden stand noch vor einigen Jahren hier und ist abgebrochen worden.

An dem sogenannten Beschissgässlein war der Standort eines untergegangenen Schlosses. Der frühere Eigentümer dieses Landstückes hat beim Ausebenen der Umwallungen Ringe, Waffenstücke und Skelette im Boden ausgegraben, jedoch alles sogleich zerschlagen und sorgfältig wieder vergraben, um mit diesem Heidenzeug sich kein Ungeheuer mit ins Haus zu schaffen. 

Jetzt noch hört man, wenn man hier den Karst in den Boden schlägt, das unterirdische Gewölbe dröhnen, auf dem man steht; man sagt, einer der Arbeiter sei einmal bis zum Türpfosten desselben gelangt.

Beim Witterungswechsel sieht man einen schwarzgekleideten Mann an diesem Orte stehen; seine Lederstiefel nennt man Schwabenstiefel, sie sind bis über die Schenkel heraufgezogen, in einer grossen Wanne lüftet er Kronentaler.

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Das Hexenwäldchen

Ein Beinwiler Nachtwächter, der einst eine Viertelstunde nach Mitternacht durch die Plattenstrasse ging, glaubte, im nahen Tobelwäldchen seltsame Töne zu vernehmen. Schnell blies er sein Windlicht aus. Vorsichtig schlich er an den Rand des Wäldchens und äugte ins Tobel hinunter. Da sah er, dass sich unheimliche Gestalten pfeifend und kreischend im Kreise drehten. Hexen und Hexer rasten auf ihren Besen um die Bäume. Von nah und fern waren die bösen Geister gekommen. Der Wächter erkannte viele Verstorbene aus dem See- und Wynental, aus dem Luzernischen und aus dem Freiamt.

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Das Geisterhaus in Beinwil

Das Gebäude Rankstrasse 35 besteht aus den beiden Wohnteilen A und B und wird «Hübel» genannt. Zwischen den beiden Hausteilen befindet sich ein Tenn, dessen Vorder- und Hintertor jahraus, jahrein offen stehen, und dies seit Generationen. Hier zieht nämlich manchmal der Friesenzug hindurch.

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Die Schandmatt

Als die Beinwiler noch katholisch waren, gingen viele nach Aesch zur Kirche. Dann mussten sie jeweils den langen Weg über Mosen um das obere Ende des Sees zurücklegen, um die Messe zu besuchen.

An einem Palmsonntag zog nun wieder einmal eine Schar junger Burschen aus Beinwil gegen Mosen. Aber nahe der Dorfgrenze warfen die übermütigen Jugendlichen die Palmen, die sie nach alter Tradition und wie es die Sitte verlangte, mit sich trugen, in einen Acker und begannen, allerlei Unfug zu treiben. Sie machten Spiele im Wald und entheiligten damit die Palmen und den Palmsonntag. Später erhielten alle die Strafe für ihr frevlerisches Tun. Die Matte aber, auf die die Burschen ihre Palmzweige schändlicherweise geworfen hatten, hiess fortan Schandmatt oder Schandacker.

Gar oft hat später ein Kind oder eine alte Frau an jener Stelle plötzlich einen der Burschen gesehen, wie er mit Palmen auf den Schultern aus dem Gebüsch erschien. Noch heute kann es geschehen, dass ein Kind, das ahnungslos dem See entlang schreitet, von einem Mann, der ein Palmzweiglein an seinen Hut gesteckt hat, erschreckt wird. Dann muss es schauen, dass es rasch unter Dach kommt, denn im selben Augenblick verfinstert sich der Himmel, und Regen und Hagelschlosse fallen wie aus Schleusen hernieder.

(Volksmund. Quelle: Buch Beinwil am See von Dr. Karl Gautschi)

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Der Schatz in der Beinwiler Kapelle

Im Beinwiler Weingart stand früher eine Kapelle, die dann abgetragen wurde. In dieser Kapelle war ein Schatz verborgen. In alten Zeiten führte der Weg zum Bläuacker nördlich an der Kapelle vorbei. Durch einen Untervogt Eichenberger wurde dann ein neues Strässchen angelegt, auf dem man an der Südseite der Kapelle in die Bündten im Weingart gelangte.

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Das Heidenmättli

Als die Leute in unserer Gegend zum Christentum bekehrt wurden, mussten in Beinwil am See alle, die den neuen Glauben nicht annehmen wollten, das Dorf verlassen. Sie schlugen ihr Lager draussen im Wald auf. Einer der letzten, die nicht zum christlichen Glauben übertraten, war der «Heidenludi».

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Brautfahrt am Hallwilersee

Wenn an schönen Sommertagen die Leute zwischen Beinwil und Wilhof ihre Weinreben bearbeiten oder sonst dort herum auf dem Felde sind, so vernehmen sie öfters vom rechten Ufer des Hallwiler-Sees her, da wo Meisterschwanden liegt, ein Rufen und erinnern sich dabei aus alter Zeit einer Brautfahrt, von der heute noch gesprochen wird.

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Der Schellenpeter am Hallwilersee

In einem Haus am linken Ufer des Hallwilersees, man weiss nicht mehr, ob es in Beinwil oder Birrwil war, lebte einst ein junger Schmied, der Peter Mangold hiess. Das Ganze muss sich vor vielen Jahren zugespielt haben, denn Menschen mit diesem Geschlechtsnamen kommen heute am ganzen Seegestade nirgends mehr vor.

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