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Gemeindenachrichten

Aus dem Gemeinderat

Liebe Boniswilerinnen und Boniswiler

Endlich ist es soweit. Nun darf der Gemeinderat informieren, einerseits über das Baugesuchsverfahren für die Arealüberbauung an der Dörflistrasse im Dorfteil Alliswil und andererseits über die Begehren nach einer BNO-Teilrevision für den Dorfteil Alliswil, um dieses Baugesuch und weitere grössere Bauvorhaben zu verhindern. Beides, das Bauvorhaben und eine allfällige BNO-Teilrevision sind eng miteinander verknüpft, die raumplanerischen und baugesetzlichen Bestimmungen daher sehr komplex.

Bis anhin kannten Sie nur die Argumente der Gegner dieses umstrittenen Bauprojektes resp. der Befürworter für eine Änderung der Bau- und Nutzungsordnung für Alliswil. Die Behörde durfte sich nicht zum laufenden Verfahren äussern, um sich nicht befangen zu machen. Während die Initianten für eine BNO-Teilrevision, wie sie selbst sagten, bewusst eine sehr emotionale Propaganda für ihr Anliegen führten, musste sich der Gemeinderat zurückhalten und konnte sich bisher nicht an der Meinungsbildung der Bevölkerung beteiligen. Der Gemeinderat versteht, dass viele Einwohnerinnen und Einwohner damit ihre Mühe hatten. Die Situation war auch für uns Behördenmitglieder unbefriedigend, zumal sich der Gemeinderat bei seinen Entscheiden nicht von Emotionen steuern lassen darf, sondern auf Fakten und Gesetze abstützt.

Seit der Gemeindeversammlung vom 17. November 2020 hat der Gemeinderat intensiv rechtliche Abklärungen durchgeführt, aber auch mit der Bauherrschaft für die Arealüberbauung in Alliswil Verhandlungen geführt. Ende August hat die Behörde die Entscheidungen getroffen. Die Initiative vom 25. März 2021 hat der Gemeinderat für ungültig erklärt, weil sie gegen die Planbeständigkeit nach Art. 21 des eidg. Raumplanungsgesetzes verstösst. Aus dem gleichen Grund empfiehlt der Gemeinderat der kommenden Gemeindeversammlung vom 16. November 2021 die Ablehnung des Überweisungsbeschluss vom 17. 11. 2020. Zumal der Gemeinderat bisher sehr gute Erfahrungen mit der aktuellen BNO gemacht hat.

Das umstrittene Baugesuch ist vor den Bemühungen um eine Änderung der BNO in Alliswil eingegangen. Auf Druck des Gemeinderates, den er mit der aktuellen BNO ausüben konnte, wurde das Projekt an der Dörflistrasse im Dorfteil Alliswil markant geändert. Das ursprünglich überlange Gebäude wurde verkleinert und auf zwei Gebäude aufgeteilt. Die Anzahl Wohnungen wurde von 29 auf 20 reduziert usw. Auch ein zweites, neutrales Fachgutachten beurteilte die Architektur und die Einpassung ins Dorfbild und in die Landschaft als gut. Der Aargauische Heimatschutz beschied dem Projekt eine attraktive Architektur sowie eine ausserordentlich gute Umgebungsgestaltung. Der Landschaftsschutzverband Hallwilersee und Pro Natura haben gegen das angepasste Projekt keine Einwendung eingereicht, weil sie, nach eigener Aussage, keine Chance sahen, gegen das Projekt, das eben nicht am Rande des Baugebietes liegt, sondern im Zentrum der ehemals selbstständigen Gemeinde Alliswil. Der Kanton hat insbesondere die projektierte Bachöffnung gelobt. Die Hochwassersicherheit sei gewährleistet. Das Weidbächli könne mit der Bachoffenlegung naturnah gestaltet und wesentlich aufgewertet werden.

Der Gemeinderat ist sehr froh, wenn sie seinem nachstehenden Bericht, in dem die behördlichen Entscheide erläutert werden, Ihre Interesse schenken würden. Die vollständigen Entscheide des Gemeinderates, das zweite Fachgutachten, der positive kantonale Entscheid, sind auf der Webseite der Gemeinde aufgeschaltet. Der Behörde liegt sehr daran, ihre Entscheidungsfindung der Bevölkerung offen und verständlich zu kommunizieren.

Euer Gérald Strub
Gemeindeammann von Boniswil am Hallwilersee
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