lehrstellen

Räbeliechtli, Räbeliechtli …

Text und Bild: Cornelia Suter

Am 2. November war es endlich wieder so weit. Die Dürrenäscher Kinder schnitzten, was das Zeug hält und verzierten ihre Räben für den Umzug. Für fast 40 Kindergartenkinder war es der erste Umzug überhaupt und auch für eine der anwesenden Grosis war das Schnitzen eine Première.

«Ich möchte einen Stern, einen Dinosaurier und meinen Namen auf dem Räbeliechtli», murmelt ein Junge gedankenversunken, währenddem er in der Kiste mit den Förmchen wühlt. Sein Papa sitzt daneben und kontert vergnügt: «Ja, dann brauchen wir wohl eine sehr grosse Räbe, um das alles drauf zu kriegen.» Für viele Kinder ist das Schnitzen, genauso wie der Umzug am Abend, eine Première. «Letztes Jahr fiel der Umzug ja coronabedingt aus», erklärt die Kindergartenlehrerin Simone Gubler und ergänzt: «Wir haben deshalb schon etwas geübt im Kindergarten, wie wir das dann am Umzug machen wollen. Wichtig ist, dass die Kinder zusammenbleiben, nicht nur auf ihr Räbeliechtli schauen, sondern auch auf die Kinder, welche vor ihnen laufen und dass die Kerzen nicht auslöschen.» Aber auch da hat die Lehrerin vom Kindergarten Regenbogen schon einen Notfallplan bereit: «Wenn das Kerzli das dritte Mal auslöscht, habe ich genügend Elektrokerzli dabei. Dann werde ich es einfach auswechseln», sagt die erfahrene Kindergärtnerin. Weniger Räbeliechtli-erprobt hingegen ist ein Grosi, welches gerade versucht eine Herzform auf das Räbeliechtli zu bekommen: «Bei unseren Kindern musste immer der Papa am Samstagmorgen mitgehen, das war reine Männerarbeit», erklärt die Frau und lächelt: «Nun komme ich doch noch ins Schwitzen mit dem Räbeliechtli meines Grosskindes.» Die Dürrenäscherin schlägt sich aber tapfer: «Das heikelste ist, dass die Form nicht durchbricht beim Stanzen, danach ist es nur noch eine Geduldsarbeit, um die Schale mit dem Messer wegzukratzen.» Am Abend strahlten dann alle Räbeliechtli um die Wette … und fast noch mehr strahlten die Kinder, welche ihr selbstgebasteltes Räbeliechtli durch die Strassen führen durften. «Hoi Götti, lueg mal mis Liechtli», ruft ein Mädchen und streckt die Räbe in die Höhe. Wie schön, dass der Umzug durch Dürrenäsch dieses Jahr wieder durchgeführt werden konnte.

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