lehrstellen

Brauchtum in Hallwil

Chlauschlöpfe

Das Chlauschlöpfe wird heute noch in den meisten Gemeinden des Bezirks Lenzburg gepflegt. Mit knallenden Peitschen künden Burschen (und immer mehr Mädchen) ab Martini die Ankunft des Samichlaus und der Hallwiler Chlausen an – so erzählt es die Sage. Dafür erfordert der Brauch des Chlauschlöpfens aber einiges an Geschick. Die langen Geisseln werden derart geschwungen, dass dabei wiederholt ein heftiger Knall entsteht. Beim Hallwiler Chlauswettchlöpfe Anfang Dezember misst sich Jung und Alt in dieser Kunst, die erst einmal erlernt sein will. Am Chlaus-Abend (2. Donnerstag im Dezember) knallen die Chlausgeisseln zum letzten Mal.

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Chlausjage

Die schellenbehangenen, maskierten Chlausen lassen nichts ahnen vom gutmütigen Samichlaus, den man übrigens einst in Haubu gar nicht kannte. Sechs Knaben im Alter von 14 und 15 Jahren rasseln am Tag des Lenzburger Chlausmarktes (2. Donnerstag im Dezember) im Laufschritt von Haus zu Haus. Sie machen sich bei hereinbrechender Dunkelheit auf ihre strapaziöse Route. Die Besuchten erhalten Nüsse und Früchte, wenn sie denn die Chlausen mittels Rossstäuber (Pferdeschweif) und wildem Schellen zu einer Gabe erweichen können. Die vermeintlich unartigen Kinder der Besuchten erhalten als Ermahnung eine Rute.

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Wiehnechts-Chindli

Sieben 12- bis 14-jährige Mädchen dürfen beim Brauch des Wiehnechts-Chindli mitwirken. Das in weisse Schleier gehüllte Wiehnechts-Chindli gibt dem Brauch den Namen und wird von sechs Sängerinnen in rosa Gewändern begleitet. Gemeinsam ziehen sie an Heiligabend und Weihnachten von Haus zu Haus, um ihr eingeübtes Hirtenlied vorzutragen. Nebst feierlicher Stimmung bringen sie selbstgemachtes Weihnachtsgebäck in alle Hallwiler Haushaltungen. Als einziger der Hallwiler Mittwinterbräuche drohte der Wiehnechts-Chindli-Brauch nie auszusterben.

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Silväschter-Trösche und Silväschter-Füür

Beim Silvester-Dreschen treffen sich die Einwohner Hallwils beim grossen Silvester-Feuer auf dem Bruderhübel, um die letzte Nacht des Jahres gemeinsam zu feiern. Zwei Bräuche haben sich hier zusammengefunden. Die Drescher, etwa zehn Männer, haben neben einem mächtigen Feuer ein langes Brett positioniert. Nach altem Brauch dreschen sie darauf das alte Jahr aus und das neue ein. Das Dreschen im Takt zu zweit, zu dritt, zu viert, zu sechst oder zu acht erfordert vor allem Taktgefühl. Derweil wärmen sich die Dorfbewohner am hellen Feuer und wünschen sich bei Mehlsuppe und Punsch «es guets Nöis».

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Bärzeli

«Chömed cho luege, d’Bärzeli-Buebe!» – 15 maskierte junge Männer hüllen sich am Nachmittag des Bärzeli-Tags (2. Januar) in ihre imposanten Kostüme: Stächpaumig, Tannreesig, Straumaa und Hobuspöönig haben aufwendige tagelange Vorarbeiten hinter sich. Stürmisch und lärmend begrüssen die Bärzeli-Buebe das neue Jahr und wünschen jedem, der ihnen in die Quere kommt, ein herzhaftes «guets Nöis». Die stacheligen Umarmungen des Stächpaumig oder ein Schlag mit der Schweinsblase sollen Glück bringen. Der letzte Brauch im Brauchzyklus ist über die Dorfgrenzen hinaus der bekannteste.

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