lehrstellen

Trotz Ja von Hallwil ist die Zusammenarbeit vom Tisch

Text und Bild: Dirk C. Buchser

Alle Anträge des Gemeinderates wurden von der Gemeindeversammlung am Freitag, 26. No­vember, angenommen, auch der Verpflichtungskredit für Abklärungen betreffend Zusammenschluss mit Seon und Dürrenäsch. Trotzdem ist die angestrebte Zusammenarbeit vom Tisch.

58 von den eigentlich 641 Stimmberechtigten Hallwilern fanden sich am Freitag, 26. November, in der Turnhalle zur Gemeindeversammlung ein. Bis auf das Traktandum 4 (Verpflichtungskredit betreffend Zusammenschluss mit Dürrenäsch und Seon) gab es keine Wortmeldungen. Die Kreditabrechnungen, der Zusatzkredit von 70'000 Franken für die Bau- und Nutzungsordnung (BNO) sowie das Budget 2022 mit dem bleibenden Steuerfuss von 127% wurden allesamt angenommen.

Die Diskussionen um die Aufgleisung der Zusammenarbeit mit Seon und Dürrenäsch wurden vor allem betreffend den Kosten geführt. Da Dürrenäsch an der Gemeindeversammlung die Vorbereitung zur Fusion abgelehnt habe, würden die Kosten wahrscheinlich tiefer liegen als die budgetierten 240'000 Franken, beschwichtigte der Gemeinderat. Es gab aber auch positive Voten mit guten Beispielen aus dem Kanton Luzern. Am Schluss stimmten 53 Stimmberechtigte dem Verpflichtungskredit bei.

Was die Anwesenden aber da noch nicht wussten: Dem Projekt wurde sofort wieder den Stecker gezogen. Die Stimmbürger von Seon lehnten nämlich den Kredit für die Abklärungen am gleichen Abend ab. «Die Beschlüsse in allen drei Gemeinden wurden nicht abschliessend gefasst. Das heisst, es folgt in allen Gemeinden noch eine Referendumsfrist von 30 Tagen. Wenn kein Referendum zu Stande kommt, dann sind die Abklärungen für einen möglichen Zusammenschluss vorerst Geschichte», erklärte Gemeindeschreiberin Andrea Barth. Wie es weiter geht, ist noch offen. Dafür geht es mit dem Parkplatz beim Bahnhof weiter. Die Baubewilligung wurde, nach der Abweisung einer Einwendung, erteilt.

Der Schlusspunkt waren zahlreiche Verabschiedungen: Zuerst die abtretende Gemeinderätin Susanne Stumpf. Seit 2011 war sie Mitglied des Gemeinderates. Als Präsent durfte sie sich über einen grossen Blumenstrauss und einen Bastelgutschein freuen. Da die Schulpflege auf Ende Jahr aufgelöst wird, wurden auch die drei Mitglieder dieses Gremiums verabschiedet: Es sind dies Präsident Torsten Wind, Kevin Hunn und Reto Urech. Dazu wurden Gabriela Studer (seit 2014 Mitglied und Präsidentin Finanzkommission), Lotti Urech-Knechtli (seit 2002 Mitglied und Präsidentin Steuerkommission), Gerhard Huber (seit 1986 Mitglied Wahlbüro) und Heinrich Urech (seit 2011 Dorfchronist) verabschiedet. Sie bekamen alle eine Schachtel Pralinés und einen Hallwiler-Regenschirm. Begrüsst wurde mit Reto Urech ein neuer Gemeinderat. Roland Urech (Steuerkommission), Patrick Schwegler (FIKO) und Ramona Gloor (Wahlbüro) sind die neuen Mitglieder der einzelnen Gremien.

Einzig der Posten des Dorfchronisten ist noch vakant. «Es wäre schön, wenn sich jemand angesprochen fühlt und diese spannende Aufgabe machen würde», hoffte die Gemeindeschreiberin Andrea Barth auf einen neuen Chronisten. Geschlossen wurde die Versammlung um 21.45 Uhr.

 

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