Druckschluss: 1. Mittwoch des Monats, 06.00 Uhr

Kreisschule aargauSüd: So wenig Veränderung wie möglich

Text: Eing.
Bild: Reto Fuchs

Kurze Schulwege, möglichst wenig Veränderung für die Jugendlichen, tiefe Schulgeldkosten, ausgewogenes Schulangebot, Führung von Parallelklassen und ausgeglichene Klassengrössen – dies sind u.a. die Auflagen, welche die neue Schulbehörde der Kreisschule aargauSüd mit der Planung des neuen Schuljahres 2020/21 umzusetzen hat. Eine Herkulesaufgabe, die verständlicherweise nicht zur vollen Zufriedenheit aller geleistet werden kann.

Aufgrund der gesetzlichen Vorgaben des Kantons (pro Standort mindestens 6 Abteilungen Sek- oder Realschule und/oder 6 Abteilungen Bezirksschule) kommt es im Übergangsjahr 2020/21 zu einzelnen Rochaden innerhalb der drei Schulstandorte. Für die Schulbehörde steht die Fortführung einer bestehenden Klasse und möglichst wenige Verschiebungen von Lernenden im Zentrum.

Aktuell werden lediglich vier Oberstufenabteilungen (je 2 Abteilungen Sek- und Realschule im 8. und 9. Schuljahr) in Gontenschwil geführt. Die Lernenden der beiden Abschlussklassen beenden im Juli 2020 die Schulzeit und verlassen die Volksschule. Die zwei verbleibenden Abteilungen werden per August 2020 zusammen mit ihren Klassenlehrpersonen ausnahmsweise in Menziken unterrichtet. Diese Regelung gilt für ein Jahr. Die Beweggründe dieser Entscheidung wurden den Gemeinderäten der betroffenen Gemeinden im Voraus dargelegt und den Eltern anlässlich eines Informationsabends erläutert. Verständlicherweise löst der Entscheid Emotionen aus und wirft Fragen auf. Die vorgebrachten Anliegen der Eltern werden ernst genommen. Die Kreisschulbehörde ist bereits daran, diesbezüglich Abklärungen zu treffen und Lösungsvorschläge auszuarbeiten.

Der regionale Gedanke im Fokus
Der Zusammenschluss findet per Januar 2020 statt, die damit verbundenen Veränderungen sind unabdingbar. Die Kreisschulbehörde ist in engem Kontakt mit dem Kanton und den Gemeindebehörden und ist bestrebt, den ihr auferlegten Prozess zusammen mit den Schulleitungspersonen bestmöglich und zum Wohle der Jugendlichen Schritt für Schritt zu vollziehen.

Bei den Lehrpersonen ist ein Zusammenwachsen der drei Schulen bereits deutlich spürbar. Sie arbeiten seit einem Jahr in durchmischten Fachgruppen und Unterrichtsteams und bilden sich gemeinsam zum neuen Aargauer Lehrplan weiter. Der neue Gesamtschulleiter wird im Februar auf ein motiviertes Team treffen.

Für die Jugendlichen wird es mit Ausnahme von den zwei oben genannten Abschlussklassen (9. Schuljahr) kaum Veränderungen geben. Die Kreisschulpflege ist zuversichtlich, dass konstruktive und zielführende Wege gefunden werden können und die Vorteile der regionalen Schule von allen Seiten bald erkannt werden.

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