Druckschluss: 1. Mittwoch des Monats, 08.00 Uhr

beinwil klz

Die drei Präsidentinnen: Vlora Zaugg, Lotti Baumann und Barbara Eichenberger.

Dreifache Landfrauen-Power aus Böju

Text und Bild: Fabienne Hunziker

Nach Lotti Baumann als Kantonalpräsidentin der Landfrauen und Barbara Eichenberger als Ortspräsidentin ist nun eine dritte Landfrau aus Beinwil am See zur Präsidentin gewählt worden. Vlora Zaugg freut sich auf ihr neues Amt als Präsidentin der Landfrauen des Bezirks Kulm.

Lotti Baumann ist in der 90-jährigen Geschichte der Aargauer Landfrauen erst die sechste Kantonalpräsidentin und dies seit 2016. Erstmalig stammen nun gleich drei Präsidentinnen aus demselben Dorf. Barbara Eichenberger ist seit 1994 im Vorstand der Böjuer Landfrauen und präsidiert diese seit sechs Jahren. Die dritte im Bunde ist die gebürtige Emmentalerin Vlora Zaugg. Vor rund zwei Jahren zog sie nach Böju und wird nun an der Generalversammlung vom 18. März offiziell das Amt der Bezirkspräsidentin von ihrer Vorgängerin Hanni Gloor aus Leutwil übernehmen.

Rund zwei Jahre lang war der Bezirk Kulm auf der Suche nach einer neuen Präsidentin. Vlora Zaugg, welche zufällig die Nachbarin von Lotti Baumann ist und selbst auf einem Hof aufgewachsen ist, hatte natürlich schon von den aktiven Landfrauen gehört. Durch Gespräche über den Gartenzaun wuchs die Idee zu einem Beitritt in den Verein. Lotti Baumann konnte die junge Geometrikerin schliesslich sogar dafür motivieren, das Amt als Bezirkspräsidentin zu übernehmen. Die Landfrauen haben die alten Zeiten längst hinter sich gebracht und unternehmen weit mehr als Blumengestecke zu gestalten, Zöpfe zu backen und Apéros zu organisieren.

Bei den Landfrauen sind alle Frauen herzlich willkommen, auch diejenigen welche keiner landwirtschaftlichen Beschäftigung nachgehen. Während sich der SBLV-Schweiz. Bäuerinnen- und Landfrauenverband- auch vermehrt politisch für Frauenthemen einsetzt, wird auf Bezirks- und Dorfebene vor allem der Austausch, die Geselligkeit und das gemeinsame Wirken gepflegt. Fähigkeiten und Interessen austauschen, gemeinsam Kurse besuchen, sich weiterbilden und eine gute Zeit unter Frauen geniessen. Themen wie gesunde und nachhaltige Ernährung sind ebenso im Fokus wie die Gleichstellung der Frauen in der Gesellschaft und im Berufsleben. Die modernen Landfrauen sind naturverbunden, aber deshalb keinesfalls sogenannte Landeier. Nicht jede Landfrau besitzt eine Tracht oder wohnt auf einem Hof. Die Solidarität, das spannende Netzwerk, welches entsteht und der offene und ehrliche Austausch unter Frauen machen die Landfrauen aus.