Druckschluss: 1. Mittwoch des Monats, 06.00 Uhr

Auf den Spuren der Baumwolltuchindustrie

Text und Bild: Eing.

Um 1720 führten der Boniswiler Rudolf Holliger und die Menziker Marti und Samuel Weber in der Grafschaft Lenzburg die Baumwollverarbeitung und Herstellung von Baumwolltüchern im Verlagssystem ein. Von Menziken und Boniswil aus, wo die Spinnerei und Weberei ihren Anfang nahm, verbreitete sie sich gleichsam epidemieartig über den grössten Teil des Berner Aargaus und die angrenzenden Gebiete. Lenzburg entwickelte sich zum Baumwoll-Verlagszentrum und regionalen Speditionssammelpunkt für weisse und bedruckte Baumwolltücher.

In der Wanderausstellung am Ursprungsort im Seetal zeigen wir Ihnen Originalobjekte aus der Zeit der Baumwolltuchfabrikation. Bewundern Sie den grossen aufgerüsteten Webstuhl aus dem 18. Jahrhundert, Zettelhaspel, Spulrad, Spinnräder für Kinder und Erwachsene, Ellstäbe und Druckstöcke zum Stoffdruck.

Die Ausstellung thematisiert die Baumwollverarbeitung von damals und deren wirtschaftliche Bedeutung für die Bevölkerung. Kurz vor 1800 hatte Boniswil rund 400 Einwohner. 45 Weber mit ihren Familien produzierten im Dorf jährlich rund 3000 Tücher mit einer Breite zwischen 94,5 cm und 121,5 cm sowie einer Länge von 18 oder 19 m oder der Hälfte davon.

Sie können verschiedene Arbeitsschritte selbst ausprobieren. Dabei lassen sich die grosse Leistung und Geschicklichkeit unserer Vorfahren annähernd erfahren und abschätzen.


Folgende Mitmachangebote stehen kostenlos zur Verfügung:

  • Was ist Karden und wie geht es?
  • Wolle spinnen mit der Spindel und am Spinnrad
  • Weben am Webstuhl oder am Webrahmen: einen Putzlappen weben
  • Stoffdruck mit Originaldruckstöcken: Geschenkpapier, eine Stoffserviette oder eine Tragtasche bedrucken
  • Textiles Arbeiten: einen Schlüsselanhänger nähen oder eine Tragtasche mit Stoffresten verzieren
  • Quiz mit kleinen Preisen


Besuchen Sie uns im Saalbau Boniswil

  • 18. Oktober, 18.30 Uhr, Eröffnung der Ausstellung, Kurzvorträge, Demonstrationen (kein Mitmachen)
  • 19./20. und 26./27. Oktober jeweils von 11.00 bis 16.30 Uhr Ausstellung, Mitmachangebote
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