Drucktermin: 1. Mittwoch des Monats, 06.00 Uhr

eiken metall

Aus dem Nähkästchen geplaudert: die MG Eiken

Text und Bild: Eing.

Manchmal, aber nur manchmal, überdauern die Neujahrsvorsätze die Silvesternacht. Einen solchen Vorsatz hat die MG Eiken im letzten Jahr gefasst und – wir staunen selbst – auch umgesetzt: Aufräumen und Platz schaffen für Neues.

So hat die MG Eiken im Januar eine kurze Pause vom Musizieren eingelegt, der Vorstand ist im Keller verschwunden und hat sich mit den Schätzen aus 155 Jahren MG Eiken auseinandergesetzt. Kurzum – wir haben unser Archiv geräumt. Wir haben entstaubt, entsorgt und entdeckt. Unter viel Unnützem haben wir wahre Schätze gefunden. Alte Uniformen, die Museumscharakter haben, Tanzmarken, und Instrumente. Ja, Instrumente, von denen wir zwar wussten, dass sie da sind, aber nicht in welch grossartigem Zustand! Cornet, Posaune, ES-Horn, Bass, die bei uns im Keller stehen und darauf warten, gespielt zu werden.

Vielleicht gerade von Ihnen? Kann es sein, dass Sie schon lange mit dem Gedanken spielen, einer Musikgesellschaft beizutreten, die Anschaffungskosten für ein Instrument sind aber zu hoch? Geschenkt, Ihr Instrument wartet schon auf Sie!

Sie würden ja gerne beitreten, können aber noch kein Blasinstrument spielen? Auch geschenkt. Das konnte Claudia auch noch nicht, als sie das erste Mal bei uns war. Oder Claudia? «Für mich war schon länger klar, dass ich Musik in der Gruppe machen möchte, als Klavierspielerin war das aber schwierig. Da hat mich eine Freundin auf die MG Eiken aufmerksam gemacht und schlug mir Saxofon vor. Mit viel Geduld hat mich dann der Eiker Saxophonist mit dem Instrument vertraut gemacht und schon bald konnte ich wie gewünscht Musik in der Gruppe machen – in den Reihen der MG Eiken.» (Claudia, 48)

Das wäre ja schon grundsätzlich etwas für Sie, aber als Zugezogener passen Sie da nicht rein, das sind ja eh Eingeborene unter sich? Ähwa! Von 26 Mitgliedern sind nur gerade 15 aus Eiken, 13 davon könnte man Eingeborene schimpfen. Ausserdem, es gibt keine schnellere oder bessere Art sich ins Dorfleben zu integrieren, fragen Sie Stefan:

«Frisch nach Eiken gezogen stellte sich mir die Frage, wie ich mich ins Dorfleben integrieren kann. Glücklicherweise startete die MG Eiken damals gerade ein Projekt, um neue Mitglieder zu werben. Ich machte mit, blieb hängen und habe es nie bereut.» (Stefan, 44)

Und jetzt bleibt noch ein Vorurteil. Die sind alle alt. Ok. Aber sagen Sie’s nicht Vivienne, sonst muss sie sich noch vor ihrem 20. Geburtstag alt fühlen.

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