Druckschluss: 1. Mittwoch des Monats, 06.00 Uhr

Das Chlausjagen

Text und Bild: Eing.

Es ist der zweite Donnerstag im Dezember und ich spaziere mit meiner Familie langsam in Richtung Bahnhofsplatz. Aus der Ferne höre ich schon die Chlöpfer, allerdings von den Chlausen ist noch kein Mucks zu hören.

Zum Glück. Kaum auf dem Bahnhofsplatz angekommen, versuche ich den Ton des Jagdhorns und das Schellengeläut zu erhören. War es das? Nein, das war etwas anderes. Um meine Hände in der Dezemberkälte zu wärmen, nehme ich einen Becher Punsch. «Sie kommen! Sie kommen!», andere Kinder rennen durch die friedlich glühweintrinkenden Eltern. Jetzt hört man es ganz klar, sie kommen wirklich. Die Glocken werden immer lauter, man hört Kreischen und Lachen. Dann sind sie hier, die sechs maskierten Gestalten, sie rennen durch die Menschen und treiben ihr Unwesen. Hier ein Hieb mit dem Rosstäuber, dort eine Verfolgungsjagd der davonrennenden Kinder und dort drüben wird gerade eine «Ruete» verteilt, gefolgt von einer Hampfel Mandarinen, Schokolade und Nüssen. Doch viel zu schnell ziehen sie weiter und die Magie des Chlausjagens ist schon wieder vorbei, beinahe jedenfalls, denn es kann immer geschehen, dass man ihnen auf dem Rückweg nochmals begegnet.

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