Druckschluss: 1. Mittwoch des Monats, 08.00 Uhr

meisterschwanden klz

Jubilaren-Matinee Meisterschwanden-Fahrwangen

Text und Bild: Eing.

Am 11.11. kurz nach 11.11 Uhr be­grüs­sen Marsch­mu­sik-Klän­ge der Mu­sik­ge­sell­schaft Meis­ter­schwan­den 80-jäh­ri­ge Ju­bi­la­rin­nen und Ju­bi­la­re aus den Ge­mein­den Meis­ter­schwan­den und Fahr­wan­gen. Von Meis­ter­schwan­den sind die­ses Jahr auch die 85- und 90-jäh­ri­gen in Be­glei­tung an­we­send. In Fahr­wan­gen sind je­ne Ge­burts­tag­kin­der noch vom Ge­mein­de­rat zu­hau­se be­sucht wor­den und ab nächs­tem Jahr eben­falls auf der Gäs­te­lis­te des Ju­bi­la­ren-Ma­ti­nee.

Die Ge­mein­de­rä­te Fahr­wan­gen und Meis­ter­schwan­den freu­en sich mit der ver­gnüg­ten Gäs­te­schar über die mu­si­ka­li­sche Be­grüs­sung und die Ein­lei­tung von Oli­ver Fi­scher, Prä­si­dent der Mu­sik­ge­sell­schaft. Nach tra­di­tio­nel­ler Marsch­mu­sik und ei­nem ob­li­ga­ten «Hap­py Bir­th­day» heis­sen auch die Ge­mein­de­rä­tin­nen Si­mo­ne Diem, Fahr­wan­gen und Pris­ka Not­ter, Meis­ter­schwan­den die Se­nio­rin­nen und Se­nio­ren mit ih­ren Be­glei­tun­gen of­fi­zi­ell herz­lich will­kom­men.

Der Herbst mit den far­bi­gen Bäu­men und dem wel­ken Laub ver­an­lasst vie­le Men­schen Rück­blick zu hal­ten. Aus An­lass der 80-jäh­ri­gen Ju­bi­la­rin­nen und Ju­bi­la­re wer­den An­ek­do­ten aus Zei­tungs­ar­ti­keln der Dorf­chro­nik von 1938 er­zählt.

Schmun­zeln und La­cher wech­seln sich in den Ge­sich­tern mit erns­ten Mie­nen ab, wenn die Re­de vom tem­po­rär er­höh­ten Salz­preis zu­guns­ten von Kri­sen­mas­sen ist. Die er­wähn­te all­ge­mei­ne Ver­dunk­lungs­übung weist eben­falls auf den be­vor­ste­hen­den Krieg hin, was aber die Meit­l­isonn­tigs-Ver­ei­ne nicht da­von ab­hält, ein paar un­ter­halt­sa­me Stun­den für die Be­völ­ke­rung zu or­ga­ni­sie­ren. Lei­der wer­den die­se zu­erst ver­scho­ben und dann aus feu­er­po­li­zei­li­chen und ge­sund­heits­po­li­ti­schen Grün­den ab­ge­sagt. Die Maul- und Klau­en­seu­che ist 1938 in der Ge­gend zu akut.

An Sonn­tag­vor­mit­ta­gen 1938 wer­den Ge­ne­ral­ver­samm­lun­gen der Ver­ei­ne durch­ge­führt, bei Ab­stim­mun­gen und Wah­len Leh­re­rin­nen und Leh­rer von der Be­völ­ke­rung ge­wählt oder Rä­to­ro­ma­nisch zur vier­ten of­fi­zi­el­len Lan­des­spra­che er­ko­ren.

Eben­falls aus die­ser Zeit stam­men die Re­kord­ver­su­che von Sir Mal­colm Camp­bell mit dem Schnell­boot auf dem Hall­wi­ler­see. Dar­über wird ge­nau­so ge­schmun­zelt, wie über das Mot­to des Tur­ner­abends «use me­tem Grüm­pel» inkl. eng­lisch ge­tauf­te Mu­sik «Eli­te Dan­cing-Band See­tal».

An­schlies­send an den of­fi­zi­el­len Teil gehts wei­ter mit be­schwing­ten Rhyth­men der Mu­sik­ge­sell­schaft. Von den prak­tisch voll­zäh­li­gen Mu­si­kan­ten gra­tu­liert spe­zi­ell Kö­bi Fi­scher mit sei­nem So­lo sei­nem ehe­ma­li­gen Chef, Wil­li Lanz, zum dies­jäh­ri­gen 90. Wie­gen­fest. Er ern­tet min­des­tens so viel Ap­plaus wie die ge­sam­te Mu­sik­ge­sell­schaft un­ter der Lei­tung von Chris­ti­an Brun­ner, der dann auch prompt zur Zu­ga­be den Takt­stock noch­mals schwingt.

Nach dem kon­zer­tan­ten Auf­tritt der Mu­sik­ge­sell­schaft war­tet der Land­frau­en­ver­ein mit ei­nem tra­di­tio­nel­len Apéro auf und be­dient al­le mit fei­nen, selbst­ge­ba­cke­nen Zöp­fen und Bro­ten. Al­le ha­ben den ge­mein­sa­men An­lass der bei­den Ge­mein­den Fahr­wan­gen und Meis­ter­schwan­den im zen­tral ge­le­ge­nen re­for­mier­ten Kirch­ge­mein­de­haus ge­nos­sen und freu­en sich auf ein Wie­der­se­hen.