Druckschluss: 1. Mittwoch des Monats, 06.00 Uhr

Meerschweinchen

Bild: Pixabay

Meerschweinchen kommen ursprünglich aus Südamerika. Weibchen sind bereits mit 3 bis 4 Wochen geschlechtsreif und bringen nach ca. 68 Tagen bis zu 7 Junge auf die Welt. Die Jungen werden sehend und behaart geboren. Sie fressen bereits in den ersten Tagen, werden aber trotzdem mehrere Wochen von der Mutter gesäugt. Die Lebenserwartung liegt bei 6 bis 8 Jahren.

Artgerechte Haltung
Meerschweinchen sind als soziale Tiere sehr gesellig. Sie müssen in Gruppen von mindestens zwei Tieren gehalten werden. Es können auch Weibchen mit Männchen gehalten werden, wobei das Männchen dann kastriert sein sollte. Zur artgerechten Haltung gehört ein grosses, abwechslungsreich gestaltetes Gehege. Wenn die Tiere Gelegenheit haben, sich langsam an den Freilandauslauf zu gewöhnen, vertragen sie auch winterliche Temperaturen ohne Probleme.

Ernährung
Das Hauptnahrungsmittel ist viel frisches Heu. Es ist wegen seiner Rohfasern besonders wichtig und sollte immer in ausreichender Menge zur Verfügung stehen. Täglich frisches Grünfutter (Gras, Kräuter, Löwenzahn, verschiedene Gemüse und Obst) verabreichen. Frisches Trinkwasser muss ständig zur Verfügung stehen.

Zähne
Die Zähne des Meerschweinchens wachsen zeitlebens nach. Nagetiere sind darauf angewiesen, immer etwas zum Nagen zu haben. Dafür geeignet sind Äste wie z. B. Haselnuss, Weide, Eiche, Linde. Falsch abgenutzte Zähne können unter Umständen eine normale Nahrungsaufnahme verunmöglichen.

Parasiten
Bitte gehen Sie mit Ihrem Tier zum Tierarzt, wenn Sie Haarausfall, starken Juckreiz, Schuppen oder Parasiten im Fell bemerken. Nicht alle Parasiten sind mit blossem Auge zu erkennen. Ein Tierarzt kann eine Haar- oder Hautprobe unter dem Mikroskop untersuchen.

Krallen
Bedingt durch die Käfighaltung nutzen sich die Krallen der Meerschweinchen oft zu wenig ab. Wenn die Krallen zu lang und deformiert sind, sollten sie gekürzt werden.

Beachten Sie:

  • Meerschweinchen müssen täglich fressen!
  • Meerschweinchen die nicht mehr fressen, sind immer dringende Notfälle und sollten dem Tierarzt vorgestellt werden.

Bitte wenden Sie sich bei Fragen oder Unklarheiten an uns oder Ihren Tierarzt. Wir beraten Sie gerne!

 

Dr. med. vet. Opher Berger, Tierarztpraxis Opher Berger, Reinach
www.tierpraxis-berger.ch