Druckschluss: 1. Mittwoch des Monats, 08.00 Uhr

reinach klz

(v. li.) Therese Gautschi (Vorstand) und Marianne Schlegel (Geschäftsleitung) von der Spitex Reinach-Leimbach, Jakob Faes (Geschäftleitung) und Roger Stenz (Vorstand) von der Spitex Mittleres Wynental.

«Spitex Wyna» wird per 2020 realisiert

Text und Bild: Monika Häusermann

Die Zusammenarbeit der Spitex Organisationen Reinach-Leimbach und Mittleres Wynental ist auf gutem Weg, auch für die Zukunft. Aktuelle Erfahrungen in der Gesundheitsbranche haben gezeigt, dass Organisationen ab einer bestimmten Grösse rentabler sind und damit sowohl für ihre Patienten und Mitarbeitenden eine merkliche Qualitätssteigerung bringen und eine bessere Wirtschaftlichkeit ermöglichen.

Seit Anfang 2017 arbeiten die Spitex Organisationen Mittleres Wynental und Reinach-Leimbach im Bereich Administration zusammen. Die Beteiligten sprechen von einem vollen Erfolg, wurden doch die Erwartungen erfüllt. Um die offensichtlichen Synergien weiterzuentwickeln, wurden die sieben auftraggebenden Gemeinden Reinach, Leimbach, Zetzwil, Gontenschwil, Oberkulm, Unterkulm und Teufenthal über das weitere mögliche Vorgehen informiert. Diese haben die Vorschläge der Arbeitsgruppe einheitlich gutgeheissen und den Auftrag erteilt, die begonnene Zusammenarbeit bis hin zur Fusion voranzutreiben.

Ambulant vor stationär
«Im Rahmen der Vorgaben «ambulant vor stationär» entspricht dieses Vorgehen den geforderten Auflagen des Kantons. Mit einer professionellen ambulanten Pflege und Betreuung zu Hause, bietet die Spitex einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung der Betroffenen sowie zur Entlastung ihrer Angehörigen, aber auch zur Kostenentwicklung. Mit diesen Leistungen wird es den Betroffenen oft ermöglicht, viel länger zu Hause zu bleiben und den Eintritt ins Pflegeheim hinauszuzögern», erklärt Projektleiter Jakob Faes., Geschäftsleiter der Spitex Mittleres Wynental.

Zusammenschluss zur «Spitex Wyna»
Per Fusionsvertrag wird aus der Spitex Reinach-Leimbach und der Spitex Mittleres Wynental neu der Verein «Spitex Wyna». Die beiden Vorstände und die Geschäftsleitungen haben besch-
lossen, die beiden Spitex-Vereine per 1. 1. 2020 zusammenzuschliessen. Der entsprechende Fusionsvertrag wird der Generalversammlung 2020 zur Genehmigung vorgelegt.

«Es wird klar an den beiden bestehenden Standorten Reinach und Oberkulm festgehalten und die jeweiligen Einsätze werden von diesen aus koordiniert», so die Erklärung der beiden Geschäfts-
leitenden Marianne Schlegel (Reinach) und Jakob Faes (Oberkum).

Warum ist grösser ein Vorteil?
Die beiden Spitex Organisationen sind heute in etwa gleich gross. Der neu geplante Verein «Spitex Wyna» wird zur Non-Profit Spitex für sieben Gemeinden mit insgesamt ca. 19‘000 Einwohnern. Mit jeder Gemeinde wird eine neue Leistungsvereinbarung abgeschlossen. Diese regelt die Leistungserbringung sowie die Finanzierung der entstehenden Kosten. Das Angebot an Dienstleistungen der «Spitex Wyna» kann auch von weiteren interessierten Gemeinden genutzt werden.

Vorgaben aus dem Pflegegesetz
Die Spitex-Verantwortlichen erklären: «Bund und Kanton machen mit dem Pflegegesetz Vorgaben und Auflagen, nach denen sich die Gemeinden richten müssen. Mit dem Zusammenschluss können zum Beispiel die Anforderungen in der Qualitätssicherung und der Ausbildungsverpflichtung – zwei von diversen Themenbereichen – besser umgesetzt werden. Dabei können auch die entstehenden Kosten auf mehr Träger verteilt werden. Dem Thema Fachpersonalmangel begegnet die grössere Organisation flexibler durch die Möglichkeit des Personalaustauschs und eines Personalpools. Ebenso können die Leistungen in Spezialisierter Palliative-Care, dem Ausbau der Unterstützung für demente Kunden und das Angebot für psychiatrische Pflege erhöht werden.

Wir sind überzeugt, mit dem Verein «Spitex Wyna» den zukünftigen Anforderungen besser begegnen zu können. Wir werden so im Wynental eine kundenorientierte und kosteneffiziente, ambulante Versorgung anbieten können. Mit unserem vielseitigen Angebot werden wir auch ein attraktiver Arbeitgeber sein.»

Informationen anlässlich der GV
Den beiden Spitex-Vereinen gehören aktuell ge-samthaft über 1‘000 Mitglieder (Privatpersonen und Familien) an. Die Mitglieder werden an der Generalversammlung des Vereins Spitex Reinach-Leimbach, am 10. April 2019, 19 Uhr, im Kirchgemeindehaus Reinach, und an der Generalversammlung des Verein Spitex Mittleres Wynental, am 24. April 2019, 19.30 Uhr im Gemeindesaal Unterkulm, genauestens über die Abwicklung der Fusion informiert.