Drucktermin: 1. Mittwoch des Monats, 06.00 Uhr

Auch das Spiel kommt nicht zu kurz bei der Hypi-Hockeyschule des SC Reinach.

«Mami, wänn isch wieder Samschtig?»

Text und Bild: Dirk C. Buchser

Jeden Samstagmorgen von 9.00 bis 9.45 Uhr sind die Kleinsten in Reinach auf dem Eis. In der Hypi-Hockeyschule lernen die Kinder von 5 bis 10 Jahren die Grundlagen des Eishockeys. Einfach so, zum Spass und ohne Verpflichtungen. Die Jüngsten – der Grundstein des Eishockeyvereins SC Reinach.

Samstagmorgen, 8.30 Uhr. Es kommt Leben in die Katakomben der Kunsteisbahn Oberwynental in Reinach. Die kleinsten Hockeyaner sind im Anmarsch. Die Taschen vielfach grösser als die Kinder selbst. Verschlafen sind nur die Mamis und Papis. «Ist gut so? Sind die Schlittschuhe zu fest geschnürt? Bist du mit den Fingern zuvorderst? Kann ich den Helm schliessen?» Es dauert und dauert – die Minuten verstreichen. Hektik macht sich nur bei den Kids breit. Sie wollen endlich raus aufs Eis. Pünktlich um 9.00 Uhr sind dann aber alle bereit und dürfen das Eis stürmen. Gemächlicher geht’s jetzt bei Mami und Papi zu und her. Der Anziehstress ist vorbei und der Kaffee gibt warm. Unter fachkundiger Leitung von fünf Trainern wird den Kindern zwischen 5 und 10 Jahren das Eishockey beigebracht. «Gute Trainer zu finden ist extrem schwierig», meint der Präsident Patrick Kummli. Der 37-Jährige hat fast 30 Jahre selbst Eishockey gespielt und ist seit 3 Jahren der oberste Hockeyaner des SC Reinachs. Sein Ziel ist, den Nachwuchs zu stärken und zu fördern. Kummli: «Es beginnt ganz unten, wenn die Kleinsten Freude haben, haben auch die Grösseren Freude». Obwohl es auch grosse Hindernisse gibt. Auf der Kunsteisbahn Oberwynental gibt es kaum mehr freie Eiszeiten. Bis zur U15 hat der SC Reinach Junioren, danach ist Schluss.

Dank der Zusammenarbeit mit Sursee, Wohlen, Seetal und Aarau können aber auch die Älteren aus dem Wynental untergebracht werden und weiterspielen. «Das ist extrem wichtig. Dank der Zusammenarbeit können auch die, welche mehr trainieren wollen und den Ehrgeiz haben, weiter zu kommen, gefördert werden», erklärt der Präsident des SC Reinachs. Bestes Beispiel und der Stolz des SC Reinachs ist NLA-Spieler Matthias Rossi. Der Menziker hat fast die ganzen Juniorenstufen beim SC Reinach durchlaufen und spielt jetzt bei Fribourg Gottéron in der höchsten Liga.

Zurück zu den Kindern auf dem Eis. Dank der gefüllten Sporttasche, welche jedes Kind für nur Fr. 90.– bekommt, sind die Nachwuchshoffnungen kaum zu unterscheiden. Helm, Eishockeyhose, Trikot, Schienbeinschoner, Tiefschutz, Brustpanzer etc., alles ist dabei. Sogar der Hockeystock wird den jungen Knaben und Mädchen abgegeben. Einzig die Schlittschuhe müssen zusätzlich gemietet oder mitgebracht werden. Und eine Anmeldung ist nicht nötig. Bis am 18. Januar dauert die Hockeyschule noch, danach muss wieder bis im Oktober gewartet werden. «Die Kinder können jederzeit neu einsteigen und dass sie Schlittschuhlaufen können, ist noch gar nicht notwendig», erklärt der Präsident Patrick Kummli. Kaputt und mit einem Strahlen im Gesicht verlassen die Kinder das Eis. Viel Durst hat’s gegeben und der Bidon ist schnell leer. Nach und nach wird es wieder ruhiger in der Eishalle – bis zum nächsten Samstag. Und dann ist auch das Hockeydress mit dem Löwen auf der Brust wieder frisch gewaschen und wartet im Kinderzimmer auf den nächsten Einsatz.

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