Druckschluss: 1. Mittwoch des Monats, 08.00 Uhr

schongau klz

Ein-Blick in die Offene Jugendarbeit Hitzkirchertal durch einen Aussenstehenden

Text und Bild: Eing.

Der soziokulturelle Animator Philipp Hodel bezog Anfang Jahr einen fünfwöchigen Vaterschaftsurlaub. Für diese Zeit ist Jandrik, der 21-jährige Sohn der Jugendarbeiterin Susca Bucher, eingesprungen und erzählt im Folgenden von seinen Eindrücken: «Vor meiner Stellvertretung half ich bereits ein paar Mal aus und hatte so eine ungefähre Vorstellung von der Arbeit im Jugendtreff Joy».

«Den Jugendtreff Joy erlebe ich als einen optimalen Raum, wo Oberstufenschüler/-innen und teilweise auch Lehrlinge ihre Freunde treffen, aber auch neue Jugendliche kennenlernen können. Erstaunt hat mich, dass die Durchmischung der Geschlechter- und der Altersgruppen so ausgeglichen ist. Dies hat sicher mit der respektvollen Willkommenskultur und den klaren Hausregeln zu tun. Ganz unterschiedliche Jugendliche spielten zusammen, erzählten sich, was sie beschäftigte, hörten Musik oder erholten sich im Chillraum von anstrengenden Prüfungen.

Durch das Ernstnehmen und Einbeziehen, sind die Jugendlichen sehr offen für Partizipation und übernehmen in verschiedenen Bereichen auch Verantwortung. Sie kaufen z.B. für den Kiosk ein, backen, wischen den Aussenplatz oder düsen mit dem Staubsauger durch die beiden Räume. Zusammen werden Projekte und Angebote geplant und umgesetzt. So bietet die Offene Jugendarbeit Hitzkirchertal eine Plattform, auf welcher die Jugend ihre Ideen umsetzen und dadurch ihre Stärken entdecken und vieles für ihr Leben lernen kann.

Jeden Tag lernte ich neue, ganz unterschiedliche Jugendliche kennen, viele waren mir gegenüber offen und erzählten von sich und ihren Lebensthemen. Diese Offenheit schätzte ich sehr! Einige Jugendliche durfte ich bei ihren Bewerbungen unterstützen, Gespräche einüben oder das Motivationsschreiben durchgehen.

Mit einer Gruppe von Jugendlichen plante ich das Projekt «Pizza-Plausch», wo wir 5 Kilo Mehl zu einem feinen Teig verarbeiteten. Über 30 Mädchen und Jungen genossen die selbstgemachten Pizzen und das Zusammensein.

Für mich macht diese Arbeit sehr viel Sinn, denn mit relativ wenig Mitteln kann die Jugendarbeit viele Jugendliche unterstützen und ihnen einen Ort bieten, wo sie ihre Ideen einbringen und ihre Talente entdecken und einfliessen lassen können.

Rückblickend waren für mich diese Wochen sehr spannend und lehrreich und bestärkten meinen Wunsch, Soziokultur zu studieren.

Nun freue ich mich auf das Studium und möchte allen Jugendlichen, dem Team und der Gemeinde für ihre Offenheit und das Vertrauen mir gegenüber danken.»

 

Ankündigung
Der nächste, tolle Mädchen*powertag findet am Samstag, 6. April statt. Diesjährige Workshops sind: Tanzen, Theater, Fotografieren/Fotoshooting, Thaiboxen und eigene Songs kreieren.

Infos und Flyer mit Anmeldetalon gibts bei Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder direkt im Joy.

Team der Offenen Jugendarbeit Hitzkirchertal
www.jugendarbeit-hitzkirchertal.ch