Druckschluss: 1. Mittwoch des Monats, 06.00 Uhr

Generationenübergreifende Geburtstagsfeier

Text und Bild: Graziella Jämsä

Mütter, Väter, Kinder, Grosseltern, Freunde und Nachbarn – gut 150 Personen hatten sich einen Platz am 1.-August-Brunch in der Turnhalle reserviert. Und das Team der Kreaktiv-Werkstatt sorgte souverän dafür, dass sich die Gäste rundum wohl fühlten.

«Es hat bald keine Melone mehr», rief Ben seinem Vater im Vorübergehen zu, während er das abgeräumte Geschirr in die Küche trug. «Ich seh gleich nach», antwortete Adrian Wydler, der mit zwei Pfannen Rösti Richtung Buffet unterwegs war. Kurze Zeit später kümmerte sich der junge Helfer schon um den Früchtenachschub, während Mutter Melanie die Milchkannen am Kaffeetisch prüfte. Eine Szene, die zeigte, wie ganze Familien vom Team der Kreaktiv-Werkstatt gemeinsam die Gastlichkeit des 1.-August-Brunches nun seit sieben Jahren prägen. Die musikalische Unterhaltung übernahmen das Alphorn-Trio «Schonger Schwan» und die Brüder des «Echos vom Sonnehof». Das begeisterte nicht nur Schongerinnen und Schonger. Angela Kovotki ist gerade zu Gast bei ihrem Bruder Tim Barrett. Die Australierin findet den Brunch ungewöhnlich. «Am Nationalfeiertag bleiben die Familien bei uns eher unter sich. Aber ich finde es schön, dass sich ein ganzes Dorf zusammentut, dass es diese Möglichkeit des Gemeinsamen gibt.» Das Miteinander spielte auch eine wichtige Rolle in der Rede von Gemeindepräsident Thierry Kramis. Zurück aus dem arktischen Norwegen brachte er Eindrücke über die sich sehr rasch verändernde Umwelt mit. Der Klimawandel, der voraussichtlich 2050 eine eisfreie Arktis bedeute, gefährde Lebensräume für Mensch und Tier. Die Abgelegenheit mache klar, dass die Qualität der Gesundheitsversorgung, Nahrungsmittelsicherheit oder Schulbildung, wie es sie in der Schweiz gebe, alles andere als selbstverständlich seien. «Nur gemeinsam werden wir in der Lage sein, den Herausforderungen der Zukunft sinnvoll zu begegnen. Dabei ist es unerheblich, welche Form der Gemeinsamkeit wir wählen. Viel wichtiger ist dabei die Erkenntnis, dass in einer Gemeinschaft jeder ein Puzzlestück zum Erfolg beitragen kann.»

 

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