Druckschluss: 1. Mittwoch des Monats, 06.00 Uhr

Ivo Gerig schätzt und geniesst die naturnahe und ruhige Umgebung rund um sein Zuhause in der Tröleten sehr.

Ivo Gerig ist ab September im Gemeinderat

Text und Bild: Fabienne Hunziker

Ab dem 1. September 2019 wird Ivo Gerig (CVP) im Schongauer Gemeinderat tätig sein. In stiller Wahl wurde der 60-Jährige in das Amt des Sozialvorstehers gewählt und ersetzt damit den parteilosen Michael Stocker, welcher seine Tätigkeit im Gemeinderat aus beruflichen Gründen per 31. August beendet.

Ob als Familenmensch, Manager, Rechnungs- und Wirtschaftsprüfer oder Chef, der 60-Jährige bezeichnet sich selbst klar als Teamplayer. Der Mensch, ein sozialer Umgang miteinander, eine gepflegte Kommunikation und ein harmonisches Zusammenleben steht für ihn stets im Vordergrund. Privat, wie auch beruflich. Sich für das Soziale, wie er es selbst formuliert, einzusetzen, hatte für ihn schon immer einen hohen Stellenwert in seinem Leben.

Ivo Gerig ist in Rorschach aufgewachsen und verbrachte danach rund sieben Jahre in der Romandie. In seiner Tätigkeit als Revisor kam er bereits damals mit der Organisation einer Gemeinde und deren Rechnungen in Berührung. Seit dreissig Jahren wohnt der Vater von vier Söhnen mit seiner Familie in Schongau. Seit zwölf Jahren ist er als Mitglied der Finanzkommission auch mit den Zahlen der Gemeinde Schongau vertraut und seit rund zwanzig Jahren ist er Mitglied der Wohnbaugenossenschaft.

Das Leben und Wirtschaften in einer Gemeinde hat sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert. Die allgegenwärtige Digitalisierung sei auch in einer Gemeinde von grossem Vorteil und erleichtere einiges. Dabei vergessen dürfe man aber nie das Zwischenmenschliche und den Umgang miteinander, betont der künftige Gemeinderat. Um sich noch mehr in die Gemeinde einzubringen stellte er sich zur Wahl in den Gemeinderat. Neue Chancen soll man erkennen, Innovationen fördern und auf das bestehende Fundament aufbauen. Die richtige Balance zwischen diesen Elementen zu finden, sei wichtig für eine gut funktionierende Dorfgemeinschaft. Innovationen zu fördern, sieht er ebenfalls als gutes Rezept, um eine starke Gemeinde zu bleiben und die Eigenständigkeit zu bewahren. Die Zusammensetzung verschiedener Charakteren und Meinungen in einem Gemeinderat können Herausforderungen darstellen, seien aber ein klar zu nutzender Vorteil. Individuell und trotzdem gemeinsam können und sollen so Ideen entstehen, nach Lösungen gesucht und Möglichkeiten gefunden werden. Der berufliche, wie auch der private Alltag oder auch die Organisation einer Gemeinde könne man auch mit dem Segeln vergleichen, so der begeisterte Segler. Es kann durchaus hilfreich sein, sich erst eine Weile treiben zu lassen, um erfolgreich weiterzukommen. Stürme könne man nicht aufhalten, sich jedoch darauf vorbereiten schon.

Während seiner langen und erfolgreichen beruflichen Karriere waren Zwölf-Stunden-Tage oft an der Tagesordnung. Lieber erledigte er seine Aufgaben im Büro, als diese mit nach Hause zu nehmen. Das Zuhause und die Wochenenden gehörten immer der Familie und waren als fixe Termine im Kalender vermerkt. Hobbies und Freizeitaktivitäten fanden stets mit Familie und Kindern statt. Segeln, Musizieren mit Handorgel oder Klavier oder einfach gemeinsam die Natur entdecken und erleben. Die Zeit mit der Familie sei das beste Mittel um die eigenen Batterien wieder aufzuladen.

Mit der Organisation von Strassenfesten oder dem Advent im Wald, möchten er und seine Frau Susanne Möglichkeiten dafür bieten, um Kontakte zu pflegen, um eine schöne Zeit zu verbringen, zu lachen und um gute Erinnerungen zu schaffen. Auch Probleme und ernstere Themen sollen bei diesen Gelegenheiten nie zu kurz kommen und zum Nachdenken anregen. Die meisten Hürden lassen sich schliesslich gemeinsam besser meistern. Auch im Familienalltag ist das «Am-gleichen-Strick-ziehen» und eine gute Kommunikation enorm wichtig. Für die Unterstützung seiner Frau ist er sehr dankbar. Die vielseitig aktive gebürtige Berner Oberländerin, war und ist immer eine wertvolle Stütze, betont Ivo Gerig. Die Leidenschaft für soziales Engagement ist ein wichtiger Bestandteil ihres gemeinsamen Lebenswegs.

Eine Herzensangelegenheit, welche er seit vielen Jahren unterstützt und im Vorstand tätig ist, ist das «deltaHuus» in Büron. Das Haus, welches begleitetes Wohnen und Unterstützung in Integration und Tagesstruktur bietet, ist Ivo Gerig sehr wichtig. Nicht jede Lebenslage bietet schliesslich die Möglichkeit seinen Alltag erfolgreich zu meistern. Um sich diesen und andern Herzensangelegenheiten vermehrt widmen zu können, entschied der Sechzigjährige im vergangenen Jahr, sich nächstes Jahr pensionieren zu lassen. Er freut sich auf neue spannende Aufgaben und die Zeit, sich den diversen Aktivitäten noch mehr widmen zu können. Beruflich war er als Controller einer international tätigen Firma oft im Ausland unterwegs. Nun freut er sich auf gemeinsame Reisen und Ausflüge mit seiner Frau im Wohnmobil. Um seine Begeisterung für Tasteninstrumente auch auf Reisen zu geniessen, und es leider nicht möglich sei, ein Klavier mitzunehmen, habe er sich nun ein Schwyzerörgeli angeschafft, scherzt Ivo Gerig.

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