Druckschluss: 1. Mittwoch des Monats, 06.00 Uhr

Teamarbeit bei Familie Haufe am Feuerwehrstand, Guido Ebneter und Renate Stutz als Schiedsrichter beim «Wettmälä».

«Die Kilbi lassen wir uns nicht entgehen»

Text und Bild: Graziella Jämsä

Was entsteht, wenn man ein Karussell, Raclette, «Wettmälä», Kuchen, Feuerwehrwettkämpfe und mehr miteinander verbindet? Man erschafft einen Traditionsanlass wie die Schonger Kilbi.

Stimmengewirr und Karussellmusik empfingen am Sonntagnachmittag die Besucher auf dem Schulhausplatz. Neu war das Schellen der Kuhglocke. Sie diente beim «Wettmälä» am Stand der Kreaktiv-Werkstatt als Start- und Stoppsignal. Dazwischen tönte es «Lösli! Wer möchte Lösli kaufen?» Wurde dann die Zahl der erstandenen Karte beim Kilbidrehen am ausgesuchten Vereinsstand ausgerufen, war einem das Geschenk sicher. Hans Hotz freute sich über ein grosses Lebkuchenherz. Für ihn hat das Fest, nicht zuletzt wegen vieler schöner Kindheitserinnerungen einen festen Platz im Jahreskalender. «Obwohl ich mittlerweile in Wohlen zu Hause bin.» Auch für Silvia Hübscher und Kurt Heller hat der Kilbibesuch Tradition. «Ich finde es schön, wie viele Schongerinnen und Schonger heute hier sind», sagte sie und fügte mit Blick gen Himmel hinzu: «Und bisher regnet es ja nicht.» Kurt Heller schwang lachend den Regenschirm: «Auch darauf wären wir vorbereitet. Die Kilbi lassen wir uns nicht entgehen.»

Ganz trocken blieben die Mitmachenden am Stand der RegioWehr Aesch selten. Den Feuerwehrschlauch in den Händen haltend die Holzklötze von der Bank zu spritzen wäre schon nicht einfach. Aber diesmal waren die Schläuche gar am Helm befestigt. Familie Haufe zeigte, wie perfekte Aufgabenteilung funktioniert: Die Eltern Debora und Jörg kümmerten sich an den Pumpen um den Wassernachschub, während die Kinder mit Zielen oder Anfeuern beschäftigt waren. Und beim anschliessenden Besprechen der Wettbewerbsfragen, erfuhren sie spannende Details zur Arbeit der Feuerwehr. «Grosse Preise stehen hier nicht im Vordergrund», erklärte Kommandant Christian Muff. «Wir möchten einen Einblick in die Arbeit der RegioWehr vermitteln und das geht hier ungezwungen.» Wem es trotz zahlreicher Aktivitäten draussen zu kalt wurde, der begab sich in die Mehrzweckhalle. Die Kinder tobten sich durch den Postenlauf. Und die Erwachsenen fanden bei Kaffee und Kuchen Zeit für Gespräche, wie sie eben nur die traditionelle Kilbi möglich macht.

 

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