Druckschluss: 1. Mittwoch des Monats, 08.00 Uhr

seengen klz

Das Hauswartsteam v.l.n.r.: Daniel Tschudin (Hausmeister und verantwortlicher Berufsbildner), Marcel Kalt (Hauswart und Berufsbildner), Michel Buess (Fachmann Betriebsunterhalt), Stefan Pfenninger (Lernender im 2. Jahr), Linda Gygax (Raumpflegerin) und Roger Lämmli (Hauswart und Betriebselektriker nach NIV 15).

Die guten Seelen rund um unsere Schulhäuser

Text und Bild: Jennifer Loosli

Als Hauswarte an der Schule Seengen sind sie dafür zuständig, dass alles funktioniert, keiner friert und die Schulen und Kindergärten in unserer Umgebung immer tadellos aussehen. Dafür ist dem Hauswartsteam kein Aufwand zu gross, und sie sind mit viel Herzblut dabei.

So wie sich in dieser Zeit die pädagogischen Konzepte wandeln, so veränderte sich auch das Bild des Schulhaus­abwarts. War dieser einst der Mann mit seinem «¾-Mänteli» und dem grimmigen Blick, so ist eine moderne Hauswartin, ein moderner Hauswart längst einer der wichtigsten Bestandteile eines Schulkonstrukts geworden. Hauswarte sind zu Autoritäts- und Vertrauenspersonen der Schüler gewandelt. Wenn einem Schüler aus Versehen ein Malheur passiert, wie das Ausschütten eines Getränkes oder der Weg zur Toilette war zu lang, ist einer der vier Hauswarte der Schule Seengen sofort zur Stelle und hilft den Kindern und Jugendlichen. Es ist wichtig, die Jugendlichen ernst zu nehmen und eine gemeinsame Ebene zu finden, aber auch die Hauswarte verlangen das Einhalten von Regeln. «Wir machen die Kinder selbst zu dem, was sie heute sind und sie sind genau so verständnisvoll, aber auch Schlitzohren wie vor 28 Jahren, als ich als Hauswart angefangen habe zu arbeiten», so Daniel Tschudin. Aus Übermut sind schon Lampen kaputt gegangen, Toiletten überquollen oder jemand schlug sich den Ellenbogen auf. Der Hauswartsjob ist wortwörtlich ein Zusammenzug aus sehr vielen Berufen: Nicht nur als Reinigungskraft sind sie unterwegs, sondern auch als Gärtner, Nothelfer, Bodenleger, Elektriker und, und, und. Ein vielfältiger Beruf, den sie alle leidenschaftlich gern ausüben und dafür zahlreiche Weiterbildungen absolviert haben, um auch Lernende wie Stefan Pfenninger (im 2. Jahr) kompetent durch seine Ausbildung zum Fachmann Betriebsunterhalt zu begleiten. Ein spannender Beruf mit einem sehr umfangreichen Aufgabengebiet, welches wir oft  unterschätzen und teilweise gar nicht wirklich wahrnehmen. Ohne die guten und fleissigen Seelen in den Schulhäusern ginge es aber gar nicht!