Druckschluss: 1. Mittwoch des Monats, 06.00 Uhr

WaDe-Club: Wanderung im Land der alten Eidgenossen

Text und Bild: Eing.

WaDe ist nicht etwa der Begriff für den Muskel am Unterschenkel. Es ist die Abkürzung für Walddebatten und verheisst gemütliches Beisammensein am Feuer mit Diskussionen über Aktuelles. Der WaDe-Club besteht seit mehr als dreissig Jahren aus ehemaligen Turnerinnen und Turnern von Seengen. Für gemeinsame Wanderungen, nicht zu stotzig, nicht zu abschüssig und vor allem nicht zu lang, sind die WaDe-Clübler immer zu haben und natürlich dürfen Einkehrmöglichkeiten auf der Route nicht fehlen.

Eine Wanderung nach diesem Muster plante man für Ende August. Die Gruppe konnte einen wunderschönen Spätsommertag geniessen, ein wenig heiss zwar, aber es gab immerhin Schattenplätzchen unterwegs. Die Region um den Ägerisee ist eine landschaftliche Perle. Beim Start in Unterägeri wählte man die Route auf der linken Uferseite, dort wo der Wald bis ans Ufer stösst und immer wieder die Sicht freigibt über den See nach Unter- und Oberägeri. Quartiere mit wuchtigen Baukörpern fallen dort auf, verteilt über die grünen Hügel, hoch hinauf, je klotziger, je höher! Der Ägerisee bietet eben eine privilegierte Wohnlage für Gutbetuchte. Dafür sind das linke Ufer und das obere Ende des Sees geprägt von Wiesen, Weiden und Wald. Da ist noch die Landwirtschaft präsent. Wohltuend war die Wanderung dem Seeufer entlang durch den Wald und teilweise durch Riedgebiet. Blumen geschmückte Bauernhäuser mit ihren typischen Klebdächli vermitteln ein friedliches Bild. Bei Morgarten, am oberen Ende des Sees, sticht leicht erhöht das Schlachtdenkmal ins Auge, das auf die kriegerischen Ereignisse im Jahre 1315 hinweist. Die freiheitsliebenden Eidgenossen bekämpften damals Reiterschar und Fussvolk von Herzog Leopold am engen Durchgang zur Innerschweiz. Man nimmt an, dass im Schlachtgetümmel viele Krieger im Ägerisee ertrunken sind. Nichts desto trotz kehrte die Wandergruppe im Restaurant Morgarten mit gutem Appetit auf ein feines Mittagessen ein. Nachher reichte die Zeit noch für eine kurze Promenade am See. Es war beruhigend und erholsam nach der Hitze, den Blick über den blauen Ägerisee schweifen zu lassen, das frische Lüftchen auf der Haut zu fühlen und dem glitzernden Wellenspiel zuzusehen.

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