Drucktermin: 1. Mittwoch des Monats, 06.00 Uhr

Positives Umdenken für nachhaltiges Gärtnern

Text und Bild: Eing.

Der Seenger Roger Legoll, selbständiger Gärtner seit bald 30 Jahren, stellt im Rückblick auf das Gartenjahr 2019 ein positives Umdenken auf das gesamte Ökosystem fest: «Das Interesse der Menschen hat sich diesbezüglich gewandelt.» Er gibt Tipps für naturgerechtes Gärtnern.

«Zum Beispiel durften wir vermehrt anstelle Thuja und Lorbeerhecken, einheimische Pflanzen, Natursteinmauern oder Holzwände als Sichtschutz setzen. Ebenfalls stelle ich bereits einen Trend zu Wildblumenwiesen anstelle eines Golfrasens fest. Mit dem ganzen Wandel schützen wir nicht nur Fauna und Flora sondern sparen Wasser und kühlen das bereits überhitzte Klima herab».

Tipps vom Gärtner für nachhaltiges Gärtnern
Wer die Natur liebt und kennenlernt, will nachhaltig gärtnern. Es geht dabei nicht darum, strikte Regeln nach «Lehrbuch» umzusetzen. Es ist ein Umstellungsprozess, den man nach und nach realisieren kann. Folgende Tipps kann der Naturliebhaber auf dem Balkon, der Terrasse, dem Vorgarten oder dem Hausgarten problemlos selber umsetzen:

Wasser sparen: Wasser ist der Quell des Lebens – der Wasserverbrauch sollte sich in Grenzen halten. Regenwasser ist ideal zum giessen und ist einfach zu sammeln.

Wildblumenwiese anstelle Golfrasen: Sie verbrauchen viel weniger Wasser, locken sie Insekten an und benötigen keinen Rasendünger. Allerdings: eine Wildblumenwiese benötigt Zeit und Geduld; es kann zwei bis drei Jahre dauern bis diese in ihrer vollen Blüte steht.

Keine Schottergärten mehr: Die Steinrabatten (aus Schottersteinen) erhitzen die Umwelt unnötig und geben den Insekten keinen Raum. Setzen Sie auf pflegeleichte Rabatten mit schönen Bodendeckern anstelle der Steine. Herbizide, also chemische Unkrautbekämpfungsmittel, sollten im Garten überhaupt nicht mehr zum Einsatz kommen. Eine dichte Bepflanzung in den Beeten gibt Unkraut keine Chance.

Ungenutzte Gartenflächen: Überlassen Sie an versteckten Plätzchen der Natur ihren Lauf. Sie können da das Laub liegen oder das Gras wachsen lassen.

Vorwiegend einheimische Pflanzen setzen: In einer Naturhecke fühlen sich Singvögel heimisch und fressen Blattläuse von Ihren Pflanzen.

Lassen Sie sich von uns bezüglich Bepflanzung fachmännisch beraten. Wir sind gerne für Sie da. Informationen auch unter www.legoll.ch

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