Druckschluss: 1. Mittwoch des Monats, 06.00 Uhr

Kennen Sie Isabelle Zaugg ... die neue Schulleiterin?

Text und Bild: Elsbeth Haefeli

Mit Isabelle Zaugg hat in Zetzwils Schule eine neue Ära begonnen. Die junge Frau strahlt Souveränität und Liebenswürdigkeit aus. Sie hat bereits einige Erfahrung in ihrem Beruf und freut sich auf die neue Herausforderung an unserer Schule. Eine gute Zusammenarbeit mit Lehrpersonen und Eltern findet sie unerlässlich für das Wohl der Kinder.

Frau Zaugg, welche Erwartungen haben Sie an Ihre neue Arbeitsstelle?
Als ich zum ersten Mal in dieses Schulhaus kam, war mir sofort wohl. Ich wurde von allen gleich sehr offen empfangen. Ich weiss, dass ich hier gerne arbeiten werde und ich will ein Teil dieser Schule werden. Mein Büro ist direkt im Schulhaus und ich bin am Dienstag den ganzen Tag anwesend, wie auch Mittwoch- und Freitagmorgen. Eltern und Lehrpersonen dürfen sich hier jederzeit an mich wenden.

Welche Erfahrungen bringen Sie mit?
Vor 22 Jahren startete ich als Kindergärtnerin in Reinach. Als die Stelle für die Schulleitung entwickelt wurde, wo ich mich einbringen durfte, interessierte ich mich von Anfang an sehr für diese Arbeit. Es bot sich mir dann gleich die Möglichkeit, die Kindergartenleitung zu übernehmen und zeitgleich die Ausbildung zu absolvieren. Als das Pensum grösser wurde, übernahm ich die Schulhausleitung in der Pfrundmatt. Die Ausbildung zur Basisstufe folgte anschliessend. Später wurde ich selber Mutter und ich wollte nicht mehr so viel arbeiten. Nach dem Mutterschaftsurlaub arbeitete ich als Lehrerin in Reinach. Mein Wunsch, wieder Schulleiterin zu sein, wurde immer grösser. Als die Stelle hier ausgeschrieben war, habe ich gleich zugegriffen.

Welches sind Momente, die Sie im Berufsalltag «in den Seilen hängen» lassen könnten?
Lacht. Da fällt mir im Moment absolut nichts dazu ein. Aber, das wird sich sicher im Laufe der nächsten Monate ändern und ich werde mich später und vielleicht an anderer Stelle dazu äussern.

Gibt es ein Projekt, das Sie an unserer Schule gerne verwirklichen möchten?
Ich möchte die Schule Zetzwil entdecken und herausfinden, was ihre Stärken und Eigenheiten sind. Ich möchte auf keinen Fall sofort grosse Veränderungen herbeiführen. Allerdings stehen natürlich Aufgaben vom Kanton an, wie zum Beispiel die neue Ressourcierung und die Einführung des neuen Aargauer Lehrplans. Vom Unicef-Gedanken her, finde ich die Gründung eines Kinderrates spannend.

Was ist Ihnen ansonsten ein besonderes Anliegen im Beruf und bei der Arbeit?
Eine gute Zusammenarbeit mit den Lehrpersonen und den Eltern. Ich baue auf ein Vertrauensverhältnis. Bei allem steht aber das Kind im Zentrum.

Haben Sie selber Kinder?
Ja, einen Sohn. Er heisst Jonas und kommt gerade jetzt in die erste Klasse.

Welcher Rat Ihrer Eltern begleitet Sie heute noch?
«Es goht immer irgendwo es Türli uf»

Welches sind Ihre Helden der Gegenwart?
Meine Helden sind die kleinen Helden des Alltags, die man kaum beachtet und die selten ein Danke erhalten. Von denen gibt es wirklich viele, wenn man beginnt sich zu achten.

Welche drei Gegenstände würden Sie mit auf eine einsame Insel mitnehmen?
Aber, bitte nur für zwei Tage! Wenn es ginge, würde ich am liebsten meinen Mann und meinen Sohn mitnehmen. Gerne auch noch ein gutes Buch!

In welcher Hinsicht hat sich Ihre Einstellung zum Leben und den Menschen mit Ihrer Berufserfahrung verändert?
Ich habe gelernt, dass die Zusammenarbeit Eltern-Schule enorm wichtig ist. Ohne, dass man gemeinsam am selben Strick zieht, wird es schwierig fürs Kind und schlussendlich für alle Beteiligten.

Haben Sie einen Traum hinsichtlich unserer Schule?
Die letzten sieben Jahre als Lehrerin haben in mir den Wunsch geweckt, mich für etwas Grösseres einzusetzen und etwas zu bewegen. Wir können nicht die ganze Welt verändern. Als Schulleiterin kann man allerdings in der Schule etwas bewirken und mitgestalten. Meine Vorgängerin Fränzi Gautschi hat da wunderbare Vorarbeit geleistet und hat mir den Einstieg sehr erleichtert.

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