lehrstellen

Sagen aus Leutwil und Umgebung

Die Strohflasche im Eiet bei Lütwil

Eine weite Strecke des sumpfigen Mattlandes bei Lütwil lässt der Glaube von allerlei Moosgeistern und verwünschten Erscheinungen bewohnt sein. Zwischen dem Gugge-Rain und der Ei oder Eiet fand man daselbst vor einigen zwanzig Jahren eine grosse Strohflasche, und während die Leute mit einiger Verwunderung sie betrachteten, kam der Dorfbarbier dazu, ein Mensch, der sonst schon durch Prahlereien und frevelhafte Reden allerlei Ungebühr angerichtet hatte. Er schlug mit einer Haselgerte der Flasche den Hals ab. Darüber bekamen alle Umstehenden geschwollenen Gesichter und der Barbier selbt musste in kurzer Zeit daran sterben. Man erfuhr nachher, dass ein böser Geist durch Mönche in diese Flasche gebannt gewesen war.

(nach Rochholz, Schweizer Sagen)

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Der Sodbrunnen der Römerstadt Lorenz

Vom Dorfe Dürrenäsch führt der Weg über den Bergsattel hinüber nach dem Dorfe Lütwil zum Ufer des Hallwiler-Sees. Droben auf der Berghöhe findet sich seitwärts im Walde eine hübsche Waldwiese mit einem alten halbverfallenen Ziehbrunnen, welcher dem Platze den Namen Sod gegeben hat. Land und Brunnen gehören den Einwohnern von Lütwil und sie haben letztern jährlich zu reinigen.

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Das Dorfthier von Lütwil

Es macht seine Runde bloss im Dorfe. Dabei erscheint es anfangs wie ein winzig kleines Thierchen, fast wie ein Igel gestaltet. Begegnet man ihm und es schlägt gerade Zwölft im Thurme, so schwillt es zur Grösse eines Heuwagens auf. Soll der Jahrgang recht fruchtbar werden, so läuft es mit sieben Jungen, das sind weisse und schwarze Katzen. Sie legen sich den Leuten gerne in den Weg, tritt man aber auf eine, so bekommt man das Weh, das fallende Uebel, das im Dorfe wirklich häufiger vorkommen soll.

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Der Bergschwarz

Zwei Brüder hüteten zu Birrwil einst in einer mondhellen Nacht einen Birnbaum, dessen reifende Früchte ihnen schon öfters gestohlen worden waren. Da erscheint der verstorbene Nachbar, Bergschwarz geheissen, und beginnt an den Marksteinen zu pickeln und zu rücken. Der ältere Bruder sieht ihn zuerst und sagt's dem jüngeren; kaum haben sie beide das Gespenst erblickt, so verschwindet es, und ein grosser Hund springt so dicht an beiden vorbei, dass er dem einen über die Beine gelaufen wäre, wenn er sie nicht eben noch an sich gezogen hätte.

(nach Rochholz, Schweizer Sagen)

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