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Gruppenfoto: v.l.n.r.: Vertreter Gemeinderäte, Kommando, First Responder, Vertreter des Lieferanten.

Die neue First Responder Gruppe ist startklar

Text und Bild: Eing.

Die neue First Responder Gruppe wurde gebildet und der Feuerwehr Oberes Seetal angegliedert. Ab dem 1. Januar 2022 ist in den Dörfern Bettwil, Fahrwangen und Meisterschwanden bei Herz-Kreislauf-Problemen schneller Hilfe vor Ort.

Wir blicken auf ein erfolgreiches Jahr der Feuerwehr Oberes Seetal (FOS) zurück. In zahlreichen Übungen hat die Mannschaft gezeigt, was sie kann, hat das Wissen gefestigt und Neues gelernt. Im Ernstfall wurde schnell und adäquat gehandelt. Das soll auch weiterhin so bleiben.

Neu kommt die Hilfeleistung bei medizinischen Notfällen durch eine First Responder Gruppe (FR) hinzu. Die zur FOS gehörende Sanitätsabteilung kommt nur im Rahmen von regulären Feuerwehreinsätzen zum Zug. Entsprechend sind die Defibrillatoren auf den Fahrzeugen für dir Bevölkerung nicht abrufbar. Nachdem an den letztjährigen Gemeindeversammlungen die Kredite für die FR gutgeheissen wurden, konnte die Mannschaft organisiert und der Feuerwehr angegliedert werden. Sie kommt zum Einsatz, sobald in der Notrufzentrale eine Alarmierung mit einem der Stichworte «Bewusstlosigkeit», «leblose Person», «Herzkreislaufstillstand» oder «Brustschmerzen» eingeht. Zeitgleich mit dem Rettungsdienst, werden ab 1. Januar 2022 auch die FR aufgeboten. So werden wertvolle Minuten gewonnen und die Überlebenschancen der Patienten gesteigert, denn Rettungsdienste brauchen oft zu lange, bis sie in unserem Gebiet eintreffen. Die Responder sind ausgebildet, die Zeit bis zum Eintreffen professioneller Hilfe zu überbrücken und erste Hilfe zu leisten. Ziel ist es, mindestens zwei FR vor Ort zu haben, welche sich gegenseitig bei Wiederbelebungsmassnahmen unterstützen können.

Die Kriterien für das Rekrutierungsverfahren, waren die Verfügbarkeit der Teilnehmer und ihre Verteilung auf die Dörfer. Es haben sich Angehörige der Feuerwehr, der Samaritervereine, aber auch Personen aus der Bevölkerung von Fahrwangen, Meisterschwanden und Bettwil gemeldet. Nicht alle haben einen medizinischen Hintergrund. Mit 18 von 24 Bewerbern wurden Einzelgespräche geführt, um daraus eine Gruppe mit 13 First Responderinnen und First Respondern zu bilden. Zum Gespräch luden der ehemalige Polizeipsychologe Horst Hablitz, Notfallchirurg und Chef der neuen Abteilung Thomas Rauer, sowie der amtierende Kommandant Ueli Gutknecht.

Im Oktober fanden der erste Ausbildungstag und die Materialausgabe statt. Alle FR erhielten einen Rucksack mit Material zur Ersten-Hilfe inkl. einem Defibrillator. Die Kosten pro Ausrüstung beliefen auf knapp 3800 Franken. Die motivierten FR sind gerüstet für ihren Einsatz. Erhebungen haben gezeigt, dass mit 30 bis 40 Einsätzen pro Jahr gerechnet werden muss.

Ein weiteres Highlight in diesem Jahr war die Zugsübung Ende September. Passend zur Lancierung der FR-Gruppe wurde in Bettwil ein Verkehrsunfall zwischen einem Linienbus und einem Traktor mit angehängtem Güllefass simuliert. Ein Szenario, bei dem potenziell viele Personen versorgt werden müssen. Es wurden ca. ein Dutzend Figuranten als Passagiere organisiert.

Nach der Übung gaben die Übungsleiter der Mannschaft Feedback und Verbesserungsvorschläge zur Personenrettung, Verkehrsregelung und Schadenplatzorganisation.

Für die Feuerwehr Oberes Seetal war die Zusammenarbeit mit der RBL (Regionalbus Lenzburg) sehr wertvoll. Zum einen stellten sie den Bus zur Verfügung, vor allem aber vermittelten die Buschauffeure im zweiten Teil der Übung, hilfreiche Informationen zum Umgang mit Bussen im Notfall. Neben Brandbekämpfung gehören auch Verkehrsregelungen, Personen- und Tierrettungen, Hilfeleistungen bei Elementarereignissen und Verkehrsunfällen zu den Einsätzen der Feuerwehr. Mit den FR wird das Aufgabenspektrum mit medizinischen Notfällen erweitert.

 2021 12 first responder2Materialabgabe: Die Rucksäcke werden für ihren ersten Einsatz gepackt. Rechts: Bei der ersten Hilfe ist Teamwork gefragt.

 

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