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Eismeister Peter Küng verlässt die Eishalle Reinach im September dieses Jahres: «Ich habe eine super Zeit erlebt», blickt er auf 25 Jahre zurück.

Peter Küng: «Den Eismeister misst man an der Qualität des Eises, es ist die Visitenkarte»

Text und Bild: Patrick Tepper

25 Jahre sorgte Peter Küng als Eismeister und Betriebsleiter für ein korrekt gezeichnetes und qualitativ hervorragendes Feld in der Eishalle Reinach. Nur noch einmal wird er im August das Eis vorbereiten, um anschliessend seine Traumstelle im Eishockeybereich anzutreten. «Ich habe in Reinach eine super Zeit erlebt und bin dankbar, dass ich die Freiheiten für meine langjährige Karriere als Eishockey-Schiedsrichter auf NLA-Niveau erhalten habe», blickt Peter Küng zurück. Er freut sich, dass für das Reinacher Eis eine optimale Nachfolgelösung gefunden werden konnte und wird ab September sicher ab und zu als Gast in der Eishalle anzutreffen sein.

Um den 12. August wird in der Reinacher Eishalle das Eisfeld vorbereitet. Peter Küng wird in diesem Jahr letztmals eine dünne Eisschicht als «Pistenausgleich» ansetzen, die mit Kreidemehl ergänzte Weissschicht aufbringen, in Zusammenarbeit mit einem externen Lieferanten für die korrekten Markierungen sorgen und schliesslich die rund 25 Millimeter starke Deckschicht erstellen.

Der gelernte Mechaniker hat schon als Bub begeistert Hockey gespielt und hat seine Erfahrung als Trainer weitergegeben, bevor er sich beim damaligen Vorstand des SC Reinach, Franz Pelloli, für das Amt des Eismeisters interessierte. Mit Genossenschaftspräsident Lothar Meier hatte Peter Küng einen weiteren Fürsprecher und konnte so am 1. November 1997 seine Stelle als Eismeister antreten, für die es keinen Ausbildungslehrgang gibt. Bereits im Jahr 2002 wurde er zum Betriebsleiter befördert, was zusätzliche Aufgaben wie die Eisvermietung, die Rechnungsstellung und die Verantwortung für die gesamte Anlage inklusive des Restaurants «Iszapfe» mit sich brachte.

Diverse Sanierungsmassnahmen der Halle hat Peter Küng miterlebt. Die grössten Projekte waren hier der Anbau eines zeitgemässen Garderobenbereiches und die Sanierung der Gebäudehülle mit einer neuen Isolation, einer optimalen Beleuchtung und einer Entfeuchtungsanlage. Highlights waren für Peter Küng auch die stetig wachsenden Wyna-Expo-Ausstellungen, für die jeweils die Banden in schweisstreibender Arbeit entfernt wurden.

«Wenn die Zamboni nicht läuft, wird es schwierig mit der Eisaufbereitung», erklärt Peter Küng die wichtige Aufgabe der Eismaschine neben dem Kühlkompressor. «Da wurde auch mal in einer Nacht die Zylinderkopfdichtung gewechselt oder übers Wochenende der ganze Motor», weiss der Eismeister Anekdoten über die Vorgängermaschine, die vor drei Jahren durch ein Modell mit Elektroantrieb ersetzt wurde. «Das Eis muss gepflegt werden, auch zwischen den Matches», betont Peter Küng, «es ist die Visitenkarte des Eismeisters.»

Die Eishalle Reinach präsentiert sich heute in einem guten Zustand. «Erstligavereine, wie die gut etablierten Red Lions, können hier spielen», erklärt Peter Küng, dem durch seine Schiedsrichtertätigkeit während insgesamt 32 Jahren die aktuellen Vorschriften der Verbände stets geläufig sind. Seit dem Jahr 2018 zeichnet er für die Schiedsrichtereinteilung der vier höchsten Ligen der Schweiz verantwortlich.

Mit seiner pragmatischen und lösungsorientierten Arbeitsweise hat er den Kompromiss zwischen den Vorgaben der Verbände und den Möglichkeiten der Betriebsgenossenschaft immer gefunden. Die grosse Chance, als Chef Leistungssport der Linienrichter bei Swiss Icehockey eine neu geschaffene Vollzeitstelle anzutreten, hat Peter Küng zum beruflichen Wechsel bewogen. Sein Nachfolger Alain Waldvogel war bereits in der vergangenen Saison als Aushilfs-Eismeister im Team. «Ich bin froh und überzeugt von der guten Lösung», ist Peter Küng zufrieden und fügt an, dass er in «seiner» Reinacher Eishalle sicher ab und zu als Gast anzutreffen sein wird.

2022 06 peter kueng eismeister 2Peter Küng mit der Zamboni und rechts die Eishallensanierung mit Isolation im Jahr 2014.


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