lehrstellen

Praktische Übung zum Thema «Toter Winkel»

Text und Bild: Fabienne Hunziker

Wo sieht mich die Chauffeuse oder der Chauffeur eines Lastwagens noch? Wie gross ist der «Tote Winkel» und worauf muss ich als Velofahrer oder Fussgänger achten? Als Idee von Lehrer Nils Gottwald und Marc Eichenberger, Leiter Verkehrsinstruktion der Repol AargauSüd, wurde genau jene Situation, welche immer wieder zu schlimmen Unfällen im Strassenverkehr führt, geübt.

Mit der freundlichen Unterstützung von Feuerwehrmann und Leiter des Technischen Dienstes Marco Dahinden konnte dieser Pilotversuch mit einem Fahrzeug der Feuerwehr Oberwynental durchgeführt werden. Die fünften Klassen a/b/c der Pfrundmatt 2 begaben sich am Montag, 23. Mai, zum Neumattschulhaus und übten gemeinsam die beeindruckende Reichweite des toten Winkels, jenem Bereich, der ausserhalb des Blickfelds eines Lenkenden liegt. Um selbst zu erfahren, wie viel oder eben wie wenig die Lenkerin oder der Lenker eines Fahrzeugs, trotz der erhöhten Kabine und der grossen Spiegel wirklich sehen kann, konnten sich die Kinder auch selbst in die Fahrzeugkabine setzen. Die Kinder lernten, dass der Blickkontakt entscheidend ist. Wenn ich als Fussgänger den Lenkenden im Spiegel nicht sehe, sieht dieser auch mich nicht. Schritt für Schritt wurde so die beeindruckende Grösse dieses gefährlichen Winkels gemeinsam bestimmt und markiert. Beide dieser Sichtweisen, jene aus der Kabine und jene ausserhalb des Fahrzeugs sorgten bei den Kindern für erstaunte Gesichter.

Auch Heilpädagogin Ursula Bühlmann, welche im Rahmen der Integrativen Schulungsform ebenfalls mit der Klasse anwesend war, war davon beeindruckt. Da der Sichtbereich und der tote Winkel je nach Grösse, Bauart und Form eines Fahrzeugs variieren kann – bei Motorrädern spielt dabei die Form des Helmvisiers eine grosse Rolle – wäre eine solche Übung auch mit anderen Fahrzeugen somit sehr lehrreich. Als Teil des Unterrichts und der Verkehrsinstruktion wäre diese Übung laut Nils Gottwald sicherlich auch für Transportunternehmen, welche gerne ihre Fahrzeuge dafür zur Verfügung stellen möchten, für alle Beteiligten interessant und lehrreich.

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