lehrstellen

Sagen aus Reinach

Die Marchversetzter z'Rinach

Einisch het z'Rinach bi der burg obe e chnächt mit sim meister z'acher tribe. do chomme zwe der berg ab, und me het ene alles gseh, weder de chopf nit. wo se do noch bi de marchsteine gstande sind, sind die zweu vordere ross vor umme gange. do het der chnächt zum meister gseit «meister, i fare nümme.» he worum nit? « he, gsehst denne zwe dert oben abe cho? » abba! i gseh nüt: far du zue! «i fare miner seel nit zue. chum, trib du: i will hinde ha; gsehst, d'ross wänd au nümme fürse!» – jä, do chömme die zwe und spanne d'schnuer über all drei marchstei hindere, und bim letste hend se enand g'ge und ufgleit mit de haggene, dass es bi miner wohre seel gstobe het; und so sind se wider gange und furt gsi und verschwunde.

(nach Rochholz, Schweizer Sagen)

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Das Reinacher Dorfthier

In Leerau zeigt sich oft ein feuriger Hund und ein gespenstisches Gizzi. Beide sind ein und derselbe Dorfhund, der von Reinach über Gontenschwil und Rued hieher läuft. Als Hund kam's einst hinter einem Schnitter nach, der von der Sichellöse heimkehrte. Er lockte denselben und gab ihm ein Stück von den Küchlein, die ihm die Meisterfrau heute zum Geschenk mit eingesteckt hatte. Nun wurde der Hund aber immer grösser. Um von ihm loszukommen, wusste zuletzt der Mann kein anderes Mittel mehr, als ihm alle Küchlein auf einmal vorzuwerfen und schleunig zu entspringen.

(nach Rochholz, Schweizer Sagen)

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Die Schatztruhe bei Reinach

Auf dem Hügel, der östlich von Reinach sich erhebt und heutigen Tages mit Laubwald bewachsen ist, stand zur Zeit der Römer eine Stadt, deren Häuser ganz aus Holz gebaut waren. Trotz der Lebenseinfachheit, auf die die hölzerne Stadt schliessen lässt, geschah doch dort manches, was bis auf die jetzige Stunde noch nicht abgebüsst ist.

Es wandeln hier Gestalten und winken; Jäger und bellende Hunde durchziehen den Forst, und immer, wenn man sie hört, ist es hohe Zeit, sich zu entfernen. Gleichwohl müssen die alten Einwohner auch Musik geliebt haben; den zu bestimmten Zeiten fängt oben im Dickicht ein sanftes Blasen an, wie von gedämpften Hörnern; aber je näher man den Tönen zu kommen sucht, um so entfernter klingt es, bis es endlich ganz in der Ferne verhallt.

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Matthisethier in Reinach

Am Weihnachtsabend legte sich ein junges fremdes Kätzchen vor das Fenster eines Hauses in Reinach, dessen Bewohner Matthise genannt wurden. Sie liessen das verlaufene Thierchen aus der Kälte herein und gaben ihm ein Stückchen Fleisch vom Essen, bei dem sie gerade als am heiligen Abend fröhlich beisammen sassen. Aber damit hatten sich die Leute einen Kobold ins Haus geschafft, dessen sie nun sieben ganzer Jahre nicht mehr loswerden konnten. Mit dem einen Mädchen der Familie lebte das Thierchen zwar in ganz vertraulicher Art, schlief bei ihm, lief mit ihm zur Feldarbeit hinaus und war, wo dasselbe gieng und stand, zugegen auf eine oft wundersame Weise; um so unleidlicher und boshafter aber that es gegen alle übrigen Hausbewohner; es machte so vielerlei Streiche, dass man die verschriene Katze bald überall nur noch als Matthisethier kannte.

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Das unverletzliche Reinacher Haus

Als den Rittern von Reinach ihr Turm abgeschossen wurde, zogen sie vom Berge ins Dorf herunter und bauten sich ein Haus, das sich von den übrigen Bauernhäusern durch nichts als einen stumpfen Schneckenturm unterschied. Dieser wurde nach ihrem vollständigen Erlöschen abgetragen und ihr Wohnhaus verkauft. Nun sind nur noch Trümmer davon übrig, diese aber bleiben unvertilglich.

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Wie die Reinacher Kirche zum Dorf hinaus kam

Zur Reformationszeit kamen die Gemeinden Reinach und Beinwil überein, gemeinsam eine Kirche zu  bauen. Reinach war damals schon bei Geld und versprach, sämtliche Taglöhne für den Bau zu berappen. Das kleinere Beinwil sollte dafür Holz und Steine liefern; das Holz aus jener Waldnutzniessung, welche ihm bisher von der Reinachern grosszügig aus dem Gemeindebann zugestanden worden war.

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