lehrstellen

Sagen aus Reinach

Das unverletzliche Reinacher Haus

Als den Rittern von Reinach ihr Turm abgeschossen wurde, zogen sie vom Berge ins Dorf herunter und bauten sich ein Haus, das sich von den übrigen Bauernhäusern durch nichts als einen stumpfen Schneckenturm unterschied. Dieser wurde nach ihrem vollständigen Erlöschen abgetragen und ihr Wohnhaus verkauft. Nun sind nur noch Trümmer davon übrig, diese aber bleiben unvertilglich.

Vor einigen Jahren erschien dorten am frühen Morgen ein fremdartiger Mann; der Bauer, den ihn erblickte, starb rasch. Die Leute deuteten es sogleich auf ein bevorstehendes grosses Sterben. Drum schont man die Ueberreste jenes Hauses und meint, beim gänzlichen Abbruche desselben würde daraus ein Unheil über das Thal hervorbrechen.

(nach Rochholz, Schweizer Sagen)

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