lehrstellen

Sie schaffen eine Bühne für Begegnungen

Text und Bild: Graziella Jämsä

Es handelt sich um einen jungen Verein. Offiziell gegründet worden ist «Bühne10» im März. Doch die Ideen sind über Jahre gereift. Hubert Heini, Herbert Stutz, Peter Schuler, Guido Ebneter und Franz Kottmann gewähren einen kleinen Blick hinter die Kulissen.

Sie sind Querdenker, Netzwerker, Planer, Philosophen, Kulturliebhaber und Idealisten. «Kulturidealisten», Guido Ebneter schmunzelt über die Kombination der Begriffe. «Trifft es ganz gut. Wir wollen als Schonger in Schongau für Schonger kulturelle Vielfalt bieten.» «Lange hat uns dafür der richtige Platz gefehlt», fügt Herbert Stutz hinzu. «Aber dann haben mehrere Ideen zusammengefunden», sagt Peter Schuler. Als gelernter Schreiner habe er sich lange eine Werkstatt gewünscht. «Als die Räume an der Guggibadstrasse ausgeschrieben waren, sind meine Frau und ich zur Besichtigung gegangen. Es passte.» Im hinteren Teil erfüllte er sich einen grossen Traum und richtete sich sein eigenes irisches Pub ein. Als er die Möglichkeit bekam, die nebenstehende Garage dazu zu mieten, wurde Platz frei für den Eventraum. «Und so entstand unsere lang ersehnte Bühne.»

Die fünf Männer gründen den Verein «Bühne10» und luden am 17.März, dem St. Patricks Day, zum Einstand. Am 22.April konnten Neugierige beim Vortrag von Markus und Nora Wäger den Kilimanjaro entdecken. «Und in zehn Tagen spielen die vier Musikanten von FassBrass bei uns», verrät Franz Kottmann. Eine Stubete und portugiesischer Abend sind bereits in Planung. «Auch Jamsessions sind vorstellbar», wirft Hubert Heini ein, der durch sein Engagement in der Band «Rainy Mountain» die musikalische Erfahrung mitbringt. «Nicht zu vergessen das WM-Stübli», erinnert Herbert Stutz. Die Fünf sind sich einig: Kultur kennt keine Grenzen. «Wir sind auch offen für Ideen. Einfach melden, dann setzt man sich zusammen und entwickelt etwas», sagt Franz Kottmann. Peter Schuler findet: «Genau dieses Begegnen gehört zu unserer Philosophie – gemeinsam den Moment geniessen.» Das Alter der Zielgruppe von «Bühne10» fängt bei gut zwanzig Jahren an und ist nach oben hin offen. «Gute Laune ist keine Altersfrage», findet Guido Ebneter.

Einen Moment lang wird das «Bühne10»-Team ernst. «Wir sind keine Konkurrenz für andere Schonger Institutionen, das gilt für das Gasthaus ebenso wie für andere Vereine. Wir wollen ein Plus sein.» Und man schätze die Unterstützung, die man bereits erfahren habe. Zuallererst in den Familien. «Unsere Frauen helfen so viel mit, das kann man nicht genug verdanken.» Einnahmen dienen zur Deckung der Unkosten. «Sollte irgendwo ein Plus entstehen, wird es an anderer Stelle wieder eingesetzt, beispielsweise für die Gage eines besonderen Künstlers.» Herbert Stutz setzt hinzu. «Es kann ja auch sein, dass ein Anlass beispielsweise im Wald stattfindet. Vielleicht ein klassisches Konzert in einer Kirche.» Zustimmendes Nicken in der Runde. Auf der Playlist der Stereo-Anlage ist ein alter Schlager an der Reihe. Der ernste Ausdruck auf den Gesichtern schwindet. Die fünf Männer singen stimmgewaltig mit. Schon wird die nächste Idee laut: «Wie wäre es mit einem Karaoke-Abend?»

Weitere Infos auf www.buehne10.ch

 

 

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