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lehrstellen

Sagen aus Teufenthal

Düri-Joggeli von Teufenthal

Man sah einst zu, wie der Düri-Joggeli (Jakob Dürr) bei Teufenthal sein Pflugrad wie einen Hund auf dem Feld herum sprengte. Da kam alsbald eine Hexe von weitem athemlos hergelaufen, setzte sich zu ihm auf den Pflug und sagte im ersten Verschnaufen dreimal hintereinander: D'er sind (ihr seid) doch en böse! Nun erst erwiderte der Meister: Heute bist du nur gewarnt, ein andermal lass es dir gesagt sein! Verbuckelt und mühselig schlich sich jetzt das Weib davon, das eben noch wie ein Junge im vollen Sprunge hergerannt war. 

Diesem selbe Weibe, erzählte einer, begegnete ich einmal im Buchholze. Schon von weitem musste ich mir denken: da kommt doch diese Hexe auch. Sie tätschelte mich im Vorbeigehen auf die Achsel und begann, ohne alle Veranlassung: Ja, die schlechten Leute im Dorfe drunten sagen's. – Mir wurde katzbange, doch geschah mir nichts.

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Der trügerische Banntheiler in einen Hund verwünscht

Die Herren von Trostburg und Liebeck hatten zusammen den ganzen Bann des Thales zu beschreiten und neu unter das dortige Landvolk zu theilen. Statt der alten hundert Banntheile machten sie diesmal nur neunundneunzig; sie wurden dafür vom Landgerichte um beinahe zehntausend Pfund Berner-Währung gebüsst. Nun zeigt man am Trostburger-Schlosshof noch auf das sogenannte Hundsloch, eine Felsenspalte, in welcher die in der gespenstischen Schlosskutsche anfahrenden Burgherren wieder zu verschwinden pflegen.

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Der Jäger auf der Trostburg

Die Zwingherren, welche sonst die Trostburg im Kulmerthale bewohnten, hatten sich im Burggraben ein eigenes Jägerhaus gebaut, das jetzt noch steht. Von da aus zog man auf die Jagd; alsdann tönten die Glöcklein am Halsband der Jagdhunde durch die ganze Gegend; alle Wege der Weidbahn aber, die man damals einschlug, muss heute noch ein verdammter Jägersknecht pünktlich ablaufen. Da geht's erst nach dem Fornach und Brandholze, wendet sich nach dem Unterkulmer Einschlag über die Brönne nach dem Weiherrain und gegen die Heurüte; dann ersteigt's die Felsen an den Wampfeln (Wannenflühen) und kehrt über die Ortschaften Dürrenäsch und Teufenthal wieder in den alten Theil des Schlosses zurück. Oft erhebt da schon um Mitternacht der Jäger sein Schreien und Pfeifen, um seine Hunde zu koppeln; und hat er sie endlich beisammen, so schlägt er sie so grausam, dass man ihr Geheul an des Heurüter-Samuels Haus vorbei gegen den Sod (vgl. «Sodbrunnen der Römerstadt Lorenz») und bis in die Felsen hinauf hört.

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Bergmännlein auf Schloss Trostburg

Vor etwa vierzig Jahren spielten eines Abends zehn- bis vierzehnjährige Kinder, Knaben und Mädchen des Kulmerthales, dicht unter dem Schlosse Trostburg in der Nähe eines Bienenhäuschens. Da trat hinter diesem ein Bergmännlein hervor und schaute sich vorsichtig bald nach der einen, bald nach der anderen Siete um. Voll Schrecken stoben die Kinder davon. Die Eltern, denen sie es gleich erzählten, giengen an die Stelle, sogar der Pfarrer gieng des andern Tages früh den Berg hinauf, um das Bergmännlein wieder zu finden; aber es wird nicht wieder kommen.

(nach Rochholz, Schweizer Sagen)

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Der Jägersknecht von Trostburg

Ein Mann von Kulm band unterhalb des Dorfes nahe am Walde Reiswellen. Da glaubte er einen Jäger rufen zu hören, der vor Jahrhunderten dem Trostburger Schlossherrn so übel im Jagdbanne gedient hatte. Wirklich sah auch der Bauer einen Grüngekleideten zehn Schritte weit auf sich zu kommen. Beide schauten einander an, keiner sprach ein Wort. Der Grüne fällte die Flinte und zielte, als wolle er ihn erschiessen. Verächtlich hob der Bauer eine Reiswelle auf die Schulter, kehrte ihm den Rücken zu und dachte sich: Blas du mir … ! Aber nach der Heimkunft wurde er doch einige Tage bettlägerig.

(nach Rochholz, Schweizer Sagen)

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