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Andreas Friedlis kurze Geschichten aus eigener und fremder Feder fanden grossen Anklang

Text und Bild: Patrick Tepper

Einen Abend mit feinsinnigen Kurzgeschichten aus eigener und fremder Feder gestaltete der Teufen­thaler Autor Andreas Friedli am 21. Oktober in der Aula des Schulhauses Unterkulm auf Einladung des Bibliotheken-Teams. Texte vom Mittelhochdeutschen bis zu Franz Hohler und ein Chanson von Mani Matter, der auf keinem seiner Tonträger verewigt ist – Andreas Friedli verstand es, sein Publikum äusserst kurzweilig zu unterhalten und rief die Zuhörenden auf, sich eigene Bilder zu den vielschichtigen Texten zu machen.

Der Teufenthaler Andreas Friedli ist 1954 geboren und Heilpädagoge im Ruhestand. Seit rund 20 Jahren schreibt er selber gedichtähnliche Texte und Kurzgeschichten. Seinen Abend in der Unterkulmer Aula stellte er unter das Motto «Kurze Geschichten aus eigener und fremder Feder» und spannte dabei einen Bogen vom 1000 Jahre alten mittelhochdeutschen Text über Autoren wie Christian Morgenstern und Theodor Fontane bis hin zu den Vertretern des Berner Chansons wie Mani Matter oder Fritz Widmer. Für die Zuhörenden war der Abend ein kurzweiliger historischer Überblick über die jahrtausendealte Tradition von Erzählungen, über den Unterschied von Balladen, Gedichten und Moritaten – immer begleitet von hörenswerten Beispielen in lebendiger Sprache. Andreas Friedli animierte dazu, sich eigene Bilder zu den Texten im Kopf zu machen und sich in die Welt der Fantasie entführen zu lassen.

Die feinsinnigen eigenen Texte von Andreas Friedli zeigen einen guten Beobachter, der die Talfahrt der Brille auf der Nase eines Musikers, das Dilemma um den Senf und die Olma-Bratwurst oder die Ruhe in der Stille mit viel Sprachwitz in Kurzgeschichten auszudrücken vermag. Die Verknappung der Worte öffnet dabei zusätzlichen Raum für die eigene Fantasie. Den Chanson «Dr Grichtsschryber Joss» von Mani Matter, dessen Interpretation nie auf einem seiner Tonträger erschienen ist, begleitete Andreas Friedli auf der Gitarre, ebenso «D Ballade vo däm wo nie zueglost het» von Fritz Widmer. Immer wieder schaffte Andreas Friedli Bezüge zur unmittelbaren Region des Mittleren Wynentals. So gab es beispielsweise zu erfahren, dass Adolf Karrer 1874 in Unterkulm eine Fabrik zur Herstellung mechanischer Musikspieldosen gründete – die heutige KWC.

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