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Generalversammlung Gewerbe Kulm

Text und Bild: Eing.

Zügig führte Präsident Tobias Gloor durch die ordentliche Generalversammlung in der Aula in Unterkulm. Protokoll 2021, Jahresbericht, Mutationen, Jahresrechnung, Budget und Wiederwahl des Gesamtvorstandes wurden einstimmig angenommen. Interessantes gab es bei «Verschiedenes und Umfrage» zu hören.

107 Mitglieder zählt der Verein am Tag der Generalversammlung und Tobias Gloor freuts: «Mutationen infolge Geschäftsaufgaben kommen immer wieder vor. Dass aber auch neue Unternehmen gegründet und sie Mitglied in unserem Verein werden, das freut mich. Wir hatten im letzten Vereinsjahr zwei Austritte und drei Eintritte zu verzeichnen. Wenn auch bescheiden, aber: Wir wachsen.»

Der Schein trügt
An der GV vom 30. April 2022 präsentiert sich auf der Bühne ein rein männliches Gremium. Tobias Gloor verschafft Klarheit: «Selbstverständlich können wir weiterhin auf die wertvolle Unterstützung unsere Vorstandsmitglieder Michèle Henning und Tatjana Wiederkehr zählen. Beide stellen sich für eine weitere Amtsperiode zur Verfügung. Während Michèle private Verpflichtungen hat, ist Tatjana heute bei Röbi Koller im ‹Happy Day› – es lohnt sich also, die Sendung zu einem späteren Zeitpunkt noch zu schauen.» Anmerkung: Am Telefon erzählt Tatjana Wiederkehr über den Arbeitseinsatz der Döbeli Malergeschäft AG bei Happy Day: «Es war eine tolle Erfahrung, etwas ganz Neues für unser ganzes Team.»

Genial regional – Gewerbeausstellung findet statt
OK-Präsident André Dennler informiert an der GV zur Regionalmesse «W15», welche vom 2. bis 4. September 2022 in der Tennishalle in Teufenthal stattfindet. «Wir sind auf Kurs, die Lokalität bietet uns eine innovative Standeinteilung und wir können dem einheimischen Gewerbe eine Plattform bieten, sich von seiner besten Seite zu zeigen. Den Besucherinnen und Besuchern bieten wir ein tolles Rahmenprogramm, inklusive der lustigen Säulirennen.»

Markttreiben
Weihnachtsmärkte werden in vielen Gemeinden von den Gewerbevereinen oder ihren Mitgliedern organisiert. So auch in Teufenthal: Seit 28 Jahren findet der Weihnachtsmarkt und seit 10 Jahren der Frühlings- und Herbstmärt statt. Denise Gloor hält für das rege «Märtgeschehen» im Dorf seit Beginn die Fäden in der Hand. Jetzt zieht sie sich zurück.
Es schwingt ein bisschen Wehmut mit, wenn man Denise Gloor auf das Markttreiben in Teufenthal anspricht: «Heute hätte eigentlich der Frühlingsmarkt stattfinden sollen, aber eben ‹hätte›. Ich habe niemanden gefunden, der die Organisation übernehmen wollte. Meine grosse Hoffnung war, dass die jüngere Generation das Ruder übernimmt und mit neuen Ideen den Frühlings- und Herbstmarkt weiterführt. Aber es hat sich leider niemand dazu bereit erklärt.»

Denise Gloor schaut zurück auf 28 Weihnachtsmärkte: «Gestartet sind wir mit drei Ständen vor unserem Laden – beim letzten Markt waren es 24 an der Zahl. Wir hatten Phasen mit romantischen Marktständen im Freien. Das war sehr schön, aber auch aufwändig. Der Auf- und Abbau lastete auf unseren Schultern und von Jahr zu Jahr fehlten motivierte Helferinnen und Helfer. Gefreut hat mich all die Jahre die Treue der Bevölkerung, unser Weihnachtsmarkt ist wie ein kleines Dorffest. Das hat uns dann vor acht Jahren dazu bewogen, den Markt in der Turnhalle durchzuführen.»

Turnhalle biete viele Vorteile
«Die weihnachtliche Stimmung leidet zwar schon ein bisschen, aber wir sind vor Wind und Wetter geschützt. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Besucherinnen und Besucher länger sitzen bleiben und mehr konsumieren – davon profitieren auch die Standbetreiber. Auffällig ist, dass viel weniger Gewerbetreibende mitmachen. Das hat aber auch seine Gründe: Wir haben keine Bäckerei und keine Metzgerei mehr im Dorf und die Menschen kaufen viel online ein. Heute betreiben hauptsächlich die Vereine Marktstände und bieten diverse Verpflegungsmöglichkeiten an. Das ist eine gute Gelegenheit, die Vereinskasse aufzubessern.»

Wie weiter?
Denise Gloor hat tausende von Stunden für ein reges Markttreiben in Teufenthal investiert. «Es war immer lässig, aber jetzt möchte ich meine Zeit anderweitig nutzen. Ich hoffe fest, dass ich für die Organisation des Weihnachtsmarktes einen Nachfolger finde.» Ihr Blick schweift zu ihrem Sitznachbar Rolf Bertschi, ob er wohl ein offenes Ohr für ihr Anliegen hat? Wir haben bei Rolf Bertschi nachgefragt und eine positive Antwort bekommen: «Ich habe beim ersten Weihnachtsmarkt die Stände aufgestellt und werde das auch in diesem Jahr machen – ich lasse den Weihnachtsmarkt sicher nicht sterben!»

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